Dataport Strategisches Vorgehen beim Aufbau einer eGovernment-Plattform

Autor / Redakteur: Jörg Krüger, Uwe Störmer / Gerald Viola

Trotz leerer Kassen und zunehmenden (komplexeren) Aufgaben sollen Verwaltungsleistungen schneller, besser und wirtschaftlicher für die Kunden (Bürger, Unternehmen, andere Verwaltungen) zur Verfügung stehen. Hamburg und Schleswig-Holstein haben beschlossen, diese Ziele gemeinsam auf Basis gemeinsamer Infrastrukturen und Lösungen zu erfüllen.

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Diese in Deutschland einmalige Kooperation zeigt, dass bezahlbare und umsetzbare Lösungen möglich sind, obwohl Föderalismus und knappe Kassen enge Grenzen und Schranken setzen.

Der Erfolg in Hamburg und Schleswig-Holstein weitet sich aus. Für die Bearbeitung der Steuerdaten haben sich zusätzlich Bremen und Mecklenburg-Vorpommern eingebracht. Mit Bremen steht darüber hinaus eine noch umfangreichere Kooperation geplant.

eGovernment-Plattform für Hamburg und Schleswig-Holstein

Serviceorientierte, bürgerfreundliche und wirtschaftliche Verwaltungsprozesse wollen Hamburg und Schleswig-Holstein mit der konsequenten Einführung von eGovernment-Prozessen erreichen. Die technischen und organisatorischen Herausforderungen sind vielfältig.

Wichtige Ausgangsparameter im Stadtstaat Hamburg sind:

  • verwaltungseigenes Hochgeschwindigkeitsnetz,
  • zentrale Bürokommunikationsinfrastruktur mit Verzeichnisdienst, Mail und Virenschutz,
  • aktuelles Projekt zur Standardisierung der Büroarbeitsplätze inklusiv Betreuung durch den zentralen Dienstleister Dataport,
  • langjährige Erfahrung bei der zentralen Steuerung und dem Controlling der IT-Mittel,
  • jährlich fortgeschriebener eGovernment-Fahrplan.

Einige Punkte im Flächenland Schleswig-Holstein:

  • flächendeckendes Landesnetz auf Basis von angemieteten Leitungen,
  • zentrale Bürokommunikationsinfrastruktur mit Verzeichnisdienst, Mail und Virenschutz,
  • standardisierte Arbeitsplätze für die Ministerien,
  • zentrale Steuerung und Controlling der IT-Mittel seit etwa zwei Jahren,
  • IT-Gesamtplan.

Was ist mit den Kommunen in Schleswig-Holstein?

  • Reform der Kommunalverwaltungen bis zum Jahr 2008 beziehungsweise 2010,
  • alle Kommunen können direkt oder über Kreisnetze auf das Landesnetz zugreifen,
  • individuelle Bürokommunikationsinfrastruktur in den Kommunen – jedoch Standardempfehlungen (KITS) vom Kommunalen Forum für Informationstechnik,
  • viele individuelle eGovernment-Lösungen, wenig gemeinsame überregionale Lösungen,
  • individuelle IT-Budgets in eigener Steuerung der Kommunen.

Vor diesem Hintergrund ist das strategische Vorgehen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Umsetzung von eGovernment insbesondere geprägt durch:

  • Kooperation untereinander, aber auch mit dem Bund und anderen Ländern,
  • Aufbau einer gemeinsamen eGovernment-Plattform für Hamburg und Schleswig-Holstein,
  • übergreifende Projektorganisation,
  • gemeinsame Lösungsprojekte,
  • ein gemeinsamer IUK-Dienstleister: Dataport.

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