Dataport

Strategisches Vorgehen beim Aufbau einer eGovernment-Plattform

17.12.2006 | Autor / Redakteur: Jörg Krüger, Uwe Störmer / Gerald Viola

Trotz leerer Kassen und zunehmenden (komplexeren) Aufgaben sollen Verwaltungsleistungen schneller, besser und wirtschaftlicher für die Kunden (Bürger, Unternehmen, andere Verwaltungen) zur Verfügung stehen. Hamburg und Schleswig-Holstein haben beschlossen, diese Ziele gemeinsam auf Basis gemeinsamer Infrastrukturen und Lösungen zu erfüllen.

Diese in Deutschland einmalige Kooperation zeigt, dass bezahlbare und umsetzbare Lösungen möglich sind, obwohl Föderalismus und knappe Kassen enge Grenzen und Schranken setzen.

Der Erfolg in Hamburg und Schleswig-Holstein weitet sich aus. Für die Bearbeitung der Steuerdaten haben sich zusätzlich Bremen und Mecklenburg-Vorpommern eingebracht. Mit Bremen steht darüber hinaus eine noch umfangreichere Kooperation geplant.

eGovernment-Plattform für Hamburg und Schleswig-Holstein

Serviceorientierte, bürgerfreundliche und wirtschaftliche Verwaltungsprozesse wollen Hamburg und Schleswig-Holstein mit der konsequenten Einführung von eGovernment-Prozessen erreichen. Die technischen und organisatorischen Herausforderungen sind vielfältig.

Wichtige Ausgangsparameter im Stadtstaat Hamburg sind:

  • verwaltungseigenes Hochgeschwindigkeitsnetz,
  • zentrale Bürokommunikationsinfrastruktur mit Verzeichnisdienst, Mail und Virenschutz,
  • aktuelles Projekt zur Standardisierung der Büroarbeitsplätze inklusiv Betreuung durch den zentralen Dienstleister Dataport,
  • langjährige Erfahrung bei der zentralen Steuerung und dem Controlling der IT-Mittel,
  • jährlich fortgeschriebener eGovernment-Fahrplan.

Einige Punkte im Flächenland Schleswig-Holstein:

  • flächendeckendes Landesnetz auf Basis von angemieteten Leitungen,
  • zentrale Bürokommunikationsinfrastruktur mit Verzeichnisdienst, Mail und Virenschutz,
  • standardisierte Arbeitsplätze für die Ministerien,
  • zentrale Steuerung und Controlling der IT-Mittel seit etwa zwei Jahren,
  • IT-Gesamtplan.

Was ist mit den Kommunen in Schleswig-Holstein?

  • Reform der Kommunalverwaltungen bis zum Jahr 2008 beziehungsweise 2010,
  • alle Kommunen können direkt oder über Kreisnetze auf das Landesnetz zugreifen,
  • individuelle Bürokommunikationsinfrastruktur in den Kommunen – jedoch Standardempfehlungen (KITS) vom Kommunalen Forum für Informationstechnik,
  • viele individuelle eGovernment-Lösungen, wenig gemeinsame überregionale Lösungen,
  • individuelle IT-Budgets in eigener Steuerung der Kommunen.

Vor diesem Hintergrund ist das strategische Vorgehen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Umsetzung von eGovernment insbesondere geprägt durch:

  • Kooperation untereinander, aber auch mit dem Bund und anderen Ländern,
  • Aufbau einer gemeinsamen eGovernment-Plattform für Hamburg und Schleswig-Holstein,
  • übergreifende Projektorganisation,
  • gemeinsame Lösungsprojekte,
  • ein gemeinsamer IUK-Dienstleister: Dataport.

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