eGovernment in Mecklenburg-Vorpommern

Strategische Bindung an den Planungsrat garantiert Erfolg

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In Mecklenburg-Vorpommern sind die Auswirkungen des demografischen Wandels schon zu spüre­n. Eine Reform der Kreisverwaltung soll vor diesem Hintergrund zukunftsfähige Strukturen schaffen. Welche Rolle spielt dabei eGovernment?

Lenz: Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat aufgrund des prognostizierten Bevölkerungsrückgangs einen klaren Weg in Richtung Verwaltungsmodernisierung eingeschlagen.

Die Neuordnung auf der kommunalen Ebene muss aber für alle Teile und alle Altersgruppen der Bevölkerung gewährleisten, dass die Menschen – unabhängig von ihrem Wohnort – über die verschiedensten Kommunikationswege einen einfachen Zugang zu allen Verwaltungsleistungen erhalten. Dabei kommt dem kooperativen eGovernment eine führende Rolle zu.

So hat das Land schon vor Jahren ein einheitliches Verwaltungsnetz für die gesamte Landes- und Kommunalverwaltung aufgebaut. Durch die gemeinsame Nutzung dieser Infrastruktur und bestehender Basiskomponenten können einzelne Leistungen der Verwaltungen direkt vor Ort gebracht werden. Der einfache Zugang wird durch die eGovernment-Aktivitäten auf mehreren Medienkanälen (Telefon, Internet, vorausfüllbare Papierformulare) unterstützt. Mobile Bürgerbüros ergänzen die Vor-Ort-Services in den Rathäusern und die vom Wohnzimmer der Bürger erreichbaren Online-Verwaltungsdienstleistungen und bringen die Verwaltung wieder in den unmittelbaren Wohnort.

Welche Funktionen und Aufgaben übernimmt das Büro Kooperatives eGovernment bei der Steuerung der interkommunalen Zusammenarbeit im Land?

Lenz: Das Büro ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen. Neben der Steuerung der interkommunalen Zusammenarbeit kommt vor allem der Abstimmung der eGovernment-Aktivitäten der Kommunen mit denen des Landes eine wichtige Bedeutung zu. Gerade hierdurch können wesentliche Synergien hervorgerufen werden, die Vorteile für alle Verwaltungsebene haben.

Neben der Information und Kommunikation der Beteiligten und der Öffentlichkeit initiiert und steuert das Büro die konkrete Zusammen­arbeit von gemeinsamen eGovernment-Projekten. Auf diese Weise sind in den letzten zwei Jahren bereits Projekte wie D115, das Prozessmanagement und das Wissensmanagement für Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg gebracht worden. Das organisatorische und technische Wissen über Projektziele und vorliegende nachnutzbare Ergebnisse wird über diesen beratenden Kompetenzknoten weitervermittelt.

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