Höhere Speicherkapazitäten nötig

Storage im Umbruch – aktuelle Trends

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Susanne Ehneß

Grids

Der Trend geht weg von den HDDs. Eine Alternative zu monolithischen Speicherboxen sind Grid-Speicher auf Softwarebasis wie etwa IBM Spectrum Accelerate. Als Grid-Speicher sind max. 30 Server zu betreiben, die jeweils bis zu 12 HDDs plus 1 SSD umfassen mit jeweils x Terabyte Kapazität. Rechenbeispiel: 15 * 12 * 8 TB = 1440 TB = 1,44 PB pro Grid). Spectrum Accelerate ist auch als fertiges Hardwareprodukt namens XIV Storage System, dann mit maximal 15 Servern, zu haben.

Bandlaufwerke gibt es derzeit mit einer Speicherkapazität von bis zu zehn Terabayte
Bandlaufwerke gibt es derzeit mit einer Speicherkapazität von bis zu zehn Terabayte (Bild: IBM)

Bandlaufwerke (Tapes)

Derzeit sind Tapes mit einer Speicherkapazität von 10 TByte pro Tape verfügbar. Es gibt indes bereits bei IBM Labor-Muster mit 220 TByte pro Kassette. Sie weisen eine andere Beschichtung auf, die von Fujifilm und IBM entwickelt wurde. Dafür sind andere Kassetten nötig als heute. Tape ­unterbietet jedes andere Speichermedium hinsichtlich Preis pro Tera­byte, selbst wenn fortschrittliche Datenreduktionstechniken einsetzt werden.

Die Einsatzbereiche verlagern sich immer mehr vom reinen Backup hin zur Archivierung und Bereithaltung von „kalten“ Daten. Auch als transportables Medium werden Tapes gern bei großvolumigen Dateien genommen, besonders seit hier bevorzugt der offene Standard LTFS (Linear Tape File System) für die Beschreibung des Inhalts verwendet wird .

Speicherinfrastrukturen

Bei den Speicherinfrastrukturen sieht man am ehesten, wie sehr sich die Welt der Storage-Praktiken geändert hat. Object Storage etwa ist heute bereits der Standard für Objekte wie etwa Online-Videos und -Audiodateien, die nur einmal gespeichert, aber nie verändert werden, weil sie nur durch ein Update ersetzt werden.

Hier spielen die diversen globalen Filesysteme wie etwa GPFS, BeeGFS oder Apache Lustre eine wesentliche Rolle. Speicherobjekte werden nicht mehr per Pfad, sondern nur noch per ID zugänglich gemacht. Dabei fällt jede Art der Authentifizierung weg. Auch andere Metadaten werden nicht gespeichert, so dass der Overhead minimal ist. Das Ziel ist maximaler I/O pro Sekunde bei minimalem Hardwareeinsatz.

Eine sinnvolle Nebenwirkung besteht in der Auswertung solcher Objektspeicher in einem Unternehmen. Bei IBM etwa gibt es ­Object Storage als eine Art Enterprise Dropbox. Darauf lassen sich Analysemethoden anwenden, die die Objekt-Produzenten und -Konsumenten – also IBM-Mitarbeiter und -Partner – nach Likes und Tags auswerten. Auf diese Weise konnte eine IBM-interne App namens „Expertise“ entwickelt werden, die dem Benutzer sagt, welcher IBM-Mitarbeiter sich durch seinen geistigen Footprint als Spezialist für ein bestimmtes Fachgebiet ausgewiesen hat.

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