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Vielseitige Sicherung Storage als Notfallhelfer und für gesetzestreue Archivierung

| Autor / Redakteur: Gerold Hahn / Gerald Viola

In größeren Firmen und Behörden werden Daten zentral im Netzwerk gespeichert. Die Geräte dort bieten verschiedene Funktionen, mit denen nicht nur der Datenbestand gesichert, sondern auch eine gesetzestreue Archivierung gewährleistet werden kann.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Speichergeräte (Storage-Systeme) im Netzwerk sind schon lange nicht nur „ausgelagerte Festplatten“, sondern enthalten eine Reihe von Funktionen, die im gewerblichen Einsatz für zusätzliche Datensicherheit sorgen. So sind die Geräte gegen einen eventuellen Ausfall einzelner Bestandteile oder Workstations selbst gut geschützt und bieten zugleich eine Sicherung für die Datenbestände im Netz.

Sofortbild für die Sicherheit

Mit einem anwachsenden Datenvolumen steigt auch der Zeitbedarf für ein komplettes Backup aller Daten. Wenn die Datenbestände sich zudem auch noch häufig ändern (etwa in einer Klinik mit „Rund-um-die-Uhr“-Betrieb) ist die Sicherung häufig schnell veraltet. Sollen Updates oder Patches eingespielt werden, besteht das Risiko, dass die Software hinterher nicht funktioniert und es zu Ausfallzeiten kommt.

Deshalb benutzen einige Hersteller nunmehr die „Snapshot“-Technologie. Eine komplette Kopie der Daten wird nur zu einem bestimmten Zeitpunkt angelegt. Danach kopiert die Snapshot-Software Bereiche nur noch, wenn sie sich ändern. Bei einem Ausfall werden nur die fehlerhaften Blöcke wiederhergestellt.

Snapshots bieten eine Reihe von Vorteilen. Während die Wiederherstellung aus einer klassischen Datensicherung sehr lange dauern kann, lässt sich aus der kompletten Kopie und den Änderungs-Snapshots im Fall eines Datenverlustes zügig der ursprüngliche Datenbestand wiederherstellen.

Statt kompletter Datenbestände kopieren Snapshots nur die geänderten Bereiche und brauchen so sehr viel weniger Speicherplatz als eine komplette Sicherung. Die Datensicherung erfordert keinen Stopp des aktuellen Betriebs, denn statt mit dem Original-Datenbestand agieren Administratoren mit der Snapshot-Kopie und sichern von dieser die Daten via Backup-Server auf Tape oder auf eine Virtuelle Tape-Library. Die Snapshot-Funktion ist in vielen Speichergeräten als Option verfügbar oder bereits beim Kauf enthalten.

So tun, als ob

Wenn eine klassische Datensicherung gefordert oder gewünscht ist, müssen Firmen hierfür nicht unbedingt ein Bandlaufwerk oder einen optischen Brenner verwenden. Wenn es sich um Daten handelt, an die auch später schnell zugegriffen werden muss – und hierzu gehören auch und vor allem medizinische Informationen, können auch Festplatten verwendet werden. Hier hat der Preisverfall in den letzten Jahren dazu geführt, dass Speichergeräte auch auf Basis von Festplatten zur Archivierung herangezogen werden können. Diese Systeme nennen sich Virtuelle Tape Libraries (kurz VTL) und verhalten sich gegenüber der Software, die zur Datensicherung eingesetzt wird, wie ein herkömmliches Bandarchiv. So können VTL auch in vorhandene Netzwerkinfrastrukturen eingesetzt werden. Innerhalb der Speichersysteme sorgen interne Verfahren (RAID) dafür, dass bei einem Ausfall von einer oder mehrerer Festplatten dennoch keine Daten verloren gehen.

Flexible Nutzung

Moderne Speichersysteme bieten gleich alles unter einem Dach: Sie dienen als Speichermedium für den aktuellen Datenbestand, speichern die Daten zwischen und sorgen für die Archivierung. Die Hardware-Hersteller bieten ausgeklügelte Systeme, die für eine permanente optimale Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sorgen und die vorhandenen Laufwerke dem jeweils geforderten Zweck zuführen. So etwas kann entweder durch die Hardware realisiert werden oder einer serviceorientierten Infrastruktur.

Abwehr gegen Angriffe

Doch ebenso wenig wie eine Medizin den sorglosen Umgang mit der Hygiene erlaubt, können Unternehmen auf zusätzliche Maßnahmen für die Datensicherheit verzichten. Die Benutzung von Internet-Security-Software ist auf jeden Fall notwendig. Denn nur Hersteller mit einer ständig gepflegten Datenbank der Bedrohungen, die ihr Produkt auf dem neuesten Stand halten und auch bei aktuellen Bedrohungen zeitnah eine Lösung finden, bieten die kurzfristige Sicherheit gegen Hacker und schädliche Angriffe. Speziell für Unternehmen bietet zum Beispiel Kaspersky Labs die „Open Space“-Pakete, die sowohl Workstations als auch den Server absichern. Auch hier wird der individuelle Bedarf abgedeckt, indem Schutz-Pakete für den individuellen Bedarf jede einzelne Komponente innerhalb eines Firmennetzes schützen, aber auch Schutz für externe und mobile User garantieren.

Außerdem ist auch die Absicherung des Netzwerks durch Firewall-Hardware oder weitere Maßnahmen wichtig. Die richtige Speicherstrategie zusammen mit einem Security-Konzept – alles sollte im Rahmen eines Gesamtkonzepts mit dem Dienstleister erörtert und seine Nutzung anschließend den Mitarbeitern nahegebracht werden. Denn in vielen Fällen stecken hinter den Daten Menschen, und nicht zuletzt deswegen sollte man damit so sorgsam wie möglich umgehen.

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