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Energie- und Wasserversorgung Altenburg nutzt Integrationsplattform X4 Störungsabwicklung auf Knopfdruck

| Autor / Redakteur: Doris Jessen / Gerald Viola

Um Störungen schnell zu lokalisieren, nutzt die Ewa, Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH das Geo-Informationssystem SICAD-UT/KANDIS. Zur weiteren Geschäftsprozesssteuerung ist SAP im Einsatz. Um beide Systeme medienbruchfrei zu verbinden und somit Daten von SICAD direkt an SAP zu übergeben, wurde das Baden-Badener Softwarehaus SoftProject beauftragt, seinen Enterprise Service Bus X4 einzusetzen. Vorteile sind die schnellere und vor allem fehlerfreie Störungsbearbeitung, weil manuelle Eingaben kaum mehr nötig werden.

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Altenburg ist der Sitz der Ewa, Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH
Altenburg ist der Sitz der Ewa, Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit über 100 Mitarbeitern und 13 Auszubildenden arbeitet Ewa als Verbund-Anbieter für eine sichere, zuverlässige, umweltschonende und marktgerechte Versorgung der Stadt Altenburg und Umgebung mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser.

Obwohl natürlich die einwandfreie Versorgung das höchste Ziel ist, lässt sich nie ausschließen, dass irgendwo eine Stromleitung durch Erdarbeiten unterbrochen wird oder eine Wasserleitung platzt. Daher ist für die Kunden – vom Einzelhaushalt bis hin zum Industrieunternehmen – ein Störungsdienst von großer Bedeutung, der vor allem rund um die Uhr zu erreichen ist.

SICAD und SAP – zentrale Systeme

Um Störungen möglichst schnell lokalisieren und letztlich beheben zu können, ist eine computergestützte Bearbeitung das Maß aller Dinge. Die Ewa nutzt dafür zwei führende Lösungen: Das Geo-Informationssystem SICAD, in dem sämtliche Koordinaten zu Leitungen und Wasserrohren, Kabeln und Anschlüssen hinterlegt sind. Alle betriebswirtschaftlichen Prozesse wie Auftragswesen, Beschaffung und Abrechnung werden mit SAP, genauer gesagt den Modulen PM (Produktionsmanagement) und IS-U (Vertriebs- und Informationssystem für Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen) abgewickelt.

Der Datenaustausch war bisher nicht automatisiert. So lagen die Daten über den Ort und die Art der Störung in SICAD vor, Informationen wie zum Beispiel Adresse und Kundenname aber nur in SAP. Also musste der Sachbearbeiter, um einen Entstörungsauftrag zu generieren, alle SICAD-Informationen manuell in die SAP-Anwendung übertragen. Das kostete zum einen Zeit und war zum anderen fehleranfällig.

Das Ziel war ein medienbruchfreier Workflow

Um den Workflow zur Störungsabwicklung zu optimieren, war es also erforderlich, die beiden Systeme zu verbinden, um die SICAD-Daten medienbruchfrei in das SAP-System übernehmen zu können und die Störungsbehebung darauf hin weitestgehend automatisiert ablaufen zu lassen. Zwar hat SAP, um die technische Integration und den betriebswirtschaftlichen Datenaustausch zwischen SAP und fremden Komponenten zu ermöglichen, ein Business Framework und Business Application Programming Interfaces (BAPIs) entwickelt – insgesamt 18.000, um nahezu jeden Fall abzudecken. Die direkte Integration von SICAD in SAP wäre aber trotz dieser Vielfalt leider nur mit hohem zeitlichem und finanziellem Entwicklungsaufwand möglich gewesen. Es musste also ein anderer Weg gefunden werden.

In vielen Fragen der Informationstechnik arbeitet die Ewa mit der SAG GmbH zusammen, die auf das Asset Management und die Optimierung der Instandhaltungsprozesse in der Energiewirtschaft und Industrie spezialisiert ist und dafür ihre Kunden auch mit effizienten IT-Lösungen unterstützt. Aufgrund bereits bestehender Kontakte wandte sich die SAG GmbH an die SoftProject GmbH. Der mittelständische Software-Anbieter aus Baden-Baden entwickelt seit zehn Jahren innovative Integrationslösungen für Geschäftsprozesse. Kernprodukt ist der Enterprise Service Bus X4. „Überzeugt haben uns vor allem die verschiedenen Referenzen aus der Branche wie zum Beispiel die Stadtwerke in Konstanz oder Schwäbisch Hall, sodass wir von Anfang an Vertrauen in SoftProject hatten. Dazu kam, dass X4 über einen Adapter zu SAP verfügt, mit dem genau unsere Aufgabe gelöst werden konnte. Also haben wir das Softwarehaus damit beauftragt, SICAD und SAP auf dem Wege der Enterprise Application Integration miteinander zu verbinden“, erläutert Ralf Irmscher, Projektleiter bei SAG.

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