Digitale Verwaltung in Bremen

Stiftungsprofessur zur Verwaltungsdigitalisierung gegründet

| Redakteur: Manfred Klein

Freuen sich über die Stiftungsprofessur: Karoline Linnert und Johann Bizer (sitzend) Henning Lühr, Bernd Scholz-Reiter und Andreas Breiter (stehend, von links)
Freuen sich über die Stiftungsprofessur: Karoline Linnert und Johann Bizer (sitzend) Henning Lühr, Bernd Scholz-Reiter und Andreas Breiter (stehend, von links) (© Pressereferat, Die Senatorin für Finanzen)

Die Universität Bremen bekommt eine neue Stiftungsprofessur für „Digitale Transformation der Öffentlichen Verwaltung (eGovernment)“ im Fachbereich Mathematik und Informatik. Finanziert wird sie vom Bremer Finanzressort und Dataport (IT-Dienstleister für die Öffentliche Verwaltung). Eine entsprechende Vereinbarung haben nun das Finanzressort, Dataport, die Universität Bremen und das Wissenschaftsressort eine Vereinbarung unterzeichnet.

Die Professur soll innovative Lehrangebote an der Universität für Studierende im Bachelor und Master im Bereich der Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik entwickeln und in die entsprechenden Studienprogramme einbringen. Eine weitere Entwicklungsperspektive ist der Aufbau eines strukturierten Promotionsprogramms mit Praxisanteilen in Kooperation mit der Bremischen Verwaltung.

Folgende inhaltliche Arbeitsschwerpunkte sollen unter anderem bearbeitet werden:

  • Forschung zu Künstlichen Intelligenz/Big Data sowie Open Data in Verwaltungskontexten,
  • Forschung zur Akzeptanz von Dienstleistungen im Bereich eGovernment und transparent arbeitende Verwaltung,
  • Begleitforschung zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unter besonderer Berücksichtigung von ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten,
  • Entwicklung neuer IT-Angebote, ausgehend von Nutzerbedürfnissen – Stichwort User-Centric Design.

Finanzsenatorin Karoline Linnert freut sich auf Impulse aus der Wissenschaft für die weitere Digitalisierung des öffentlichen Dienstes: „Qualifizierte, engagierte Beschäftigte und der Einsatz moderner IT sind die Grundpfeiler unserer Öffentlichen Verwaltung. Die Digitalisierung ist und bleibt eine unserer Daueraufgaben – im Sinne einer effizient arbeitenden, serviceorientierten Öffentlichen Verwaltung. Die Professur verankert den Aspekt des eGovernments dauerhaft an der Universität. Das bietet viele Chancen für Kooperationen zwischen Universität und der Verwaltung bei der Entwicklung neuer IT-gestützter Dienstleistungen.“

Linnert weiter: „Wir haben kreative Köpfe, die bereits viele Projekte erfolgreich angeschoben haben, die auf Impulse aus Forschung und Lehre setzen. Die Stiftungsprofessur wird junge IT-Fachleute ausbilden und Doktoranden beschäftigen – Fachkräfte, die wir dringend brauchen. Natürlich hoffen wir auf diesem Wege, Nachwuchs- und Führungskräfte für Bremen und die Arbeit im öffentlichen Dienst zu begeistern.“

Dr. Johann Bizer, Dataport-Vorstandsvorsitzender, betont: „Die öffentliche Verwaltung der Zukunft agiert digital und nutzerorientiert, intelligente Systeme unterstützen ihre Arbeit, Daten werden für Entscheidungsfindungsprozesse nutzbar gemacht. Aber entscheidend für den Erfolg der digitalen Transformation sind Menschen, die die technischen Grundlagen beherrschen und Verwaltung neu denken können. Die Kompetenzen dafür müssen wir jetzt aufbauen. Wir von Dataport freuen uns dazu beitragen zu können, die Professur für Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung einzurichten. Sie ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen, digitalisierten Verwaltung.“

Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen, erklärt: „Die Universität Bremen ist bekannt für ihre ausgezeichnete Arbeit zur Künstlichen Intelligenz, zur Robotik und zu Industrie 4.0. Mit der Stiftungsprofessur kann nun stärker als bisher auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in den Blick genommen werden.“

„Für das ifib (Institut für Informationsmanagement Bremen) ist die Stärkung der Verwaltungsinformatik von herausragender Bedeutung, um die erfolgreichen wissenschaftlichen Projekte fortzusetzen“, sagt der wissenschaftliche Direktor Prof. Dr. Andreas Breiter. „Die enge Forschungskooperation zwischen dem ifib und der Bremischen Verwaltung ist ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland und ein hervorragendes Beispiel für Wissens- und Technologietransfer auf Augenhöhe.“

Daraus ergeben sich neue Forschungsfragen, die in nationalen und internationalen Verbundvorhaben weiter bearbeitet werden können.

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