Studien zur mobilen Internetnutzung

Steht das mobile eGovernment schon vor der Tür?

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: © QUALIA studio - Fotolia.com)
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Die Deutschen greifen immer häufiger mobil aufs Internet zu, so das Ergebnis einer Studie der Initiative D21. Bereits jetzt nutzen 26,5 Prozent der Bevölkerung auch von unterwegs das Internet – mit steigender Tendenz. Die Infrastruktur für mobile Government steht damit (fast) zur Verfügung.

Denn knapp 40 Prozent der befragten Internet-Nutzer würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären, als es aktuell der Fall ist.

Olaf Reus, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Director Public Affairs der Huawei Technologies Deutschland GmbH, zieht daraus den für die künftige technische Entwicklung den Schluss: „Der LTE-Ausbau sollte weiter forciert werden, denn er ist das Tor hin zu neuen mobilen Anwendungsmöglichkeiten, von denen wir heute nur träumen können. Diese attraktiven Angebote werden immer mehr Nutzer anlocken, die sich dann mit den Themen rund um die mobile Internetnutzung auseinandersetzen.“

„Die vorliegende Studie zeigt es deutlich: Bereits heute würden 40 Prozent der aktiven und potenziellen Nutzer von mobilem Internet dieses intensiver nutzen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären.“

Die zunehmende Nutzung von Smartphones und Tablet PC bringt für Verwaltungen und Unternehmen aber auch erhebliche Risiken, wie eine Untersuchung des IT-Dienstleisters Computacenter belegt.

Zwar nutze die große Mehrheit der Anwender Sicherheitswerkzeuge, um beruflich eingesetzte mobile Endgeräte vor einem unbefugten Zugriff zu schützen. Dennoch bestehen für Behörden und Unternehmen erhebliche Risiken, so die Autoren der Studie.

„Mehr als die Hälfte aller Anwender, die mobile Geräte beruflich einsetzen, verwenden keinen Passwortschutz für ihre eMail-Programme (54 Prozent). Und auch nach einem Ruhezustand wird das Passwort bei 53 Prozent nicht automatisch abgefragt. Dadurch sind sensible Informationen bei einem Verlust des Geräts nicht gegen externen Zugriff geschützt.“

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets stelle die mangelnde Sensibilität für die Risiken, die eine berufliche Nutzung mobiler Geräte mit sich bringt, eine ernste Gefahr für Unternehmen und Verwaltungen dar, so Jan-Frank Müller, Solution Director Information Security bei Computacenter.

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