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Steganography | Steganografie

Redakteur: Gerald Viola

Die Steganografie, vom Griechischen steganos, "bedeckt," und graphie, "Schrift") bedeutet das Verstecken einer geheimen Nachricht in einer normalen Nachricht und ihre Entnahme am Ziel.

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Die Steganografie, vom Griechischen steganos, "bedeckt," und graphie, "Schrift") bedeutet das Verstecken einer geheimen Nachricht in einer normalen Nachricht und ihre Entnahme am Ziel. Die Steganografie geht noch einen Schritt weiter als die Kryptografie, in dem sie eine verschlüsselte Nachricht so versteckt, dass keiner ahnt, dass sie existiert. Im idealen Fall wird jemand beim Daten-Scannen nicht bemerken, dass verschlüsselte Daten enthalten sind.

In der modernen digitalen Steganografie werden die Daten zuerst mit gewöhnlichen Methoden verschlüsselt und dann mit Hilfe eines speziellen Algorithmus in redundante Daten (sofern diese bereitgestellt werden, benötigt werden sie nicht) eingefügt, die Teil eines bestimmten Dateiformats, wie des JPEG-Bildes, sind. Man denke an alle Bits, mit denen dieselben Farbpixel in einer Reihe immer wieder dargestellt werden. Wenn man die verschlüsselten Daten den redundanten Daten wie zufällig oder unauffällig beifügt, sieht das Ergebnis so aus, als hätten die Daten das gleiche Rauschmuster wie die regulären, nicht verschlüsselten Daten. Eine Handelsmarke oder ein anderes Identifikationssymbol, das durch einen Software-Code verdeckt wird, wird auch als Wasserzeichen bezeichnet.

Dieser erst kürzlich wiederbelebte und vorher altmodische Begriff erhielt im 16. Jahrhundert durch ein Werk von Johannes Trithemius erstmals an Bedeutung. Das Werk hieß Steganographia, beschäftigte sich vorrangig mit der Magie der Engel, behauptete aber auch darzustellen, wie man sich das System der Kryptografie und damit zusammenhängende Dinge aneignet. Dies Buch machte zwar seine Runde im privaten Kreis, wurde aber nie veröffentlicht, weil seine Leser den Inhalt beängstigend fanden.

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