Digitalisierungstrategie „digital@bw“

Startschuss für zwei neue digitale Qualifizierungsprojekte

| Redakteur: Manfred Klein

Für die Digitalisierung fit machen
Für die Digitalisierung fit machen (© blende11.photo - stock.adobe.com)

Die Landesverwaltung Baden-Württemberg startet im Rahmen ihrer Digitalisierungstrategie „digital@bw“ zwei weitere Qualifizierungs- und Trainingsprojekte: Mit dem Programm „Digital Leadership BW“ sollen die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter der Landesverwaltung gestärkt werden. Das IT Security LAB am CyberForum in Karlsruhe hilft Start-Ups aus dem Bereich der IT-Sicherheit dabei, sich am Markt zu etablieren.

„Der digitale Wandel beginnt im Kopf. Dieses Umdenken ist ein wichtiger Schlüssel für Innovation und Fortschritt, nicht nur in Wirtschaft und Wissenschaft, sondern auch in der Öffentlichen Verwaltung. Und deshalb setzen wir als Landesregierung ganz gezielt auf die digitale Qualifizierung“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Start der zwei weiteren digitalen Qualifizierungs- und Trainingsprojekte aus der Digitalisierungsstrategie „digital@bw“.

Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl ergänzte: „Wir machen die Menschen fit für die Digitalisierung. Das ist die Grundlage für Teilhabe an einer digitalen Gesellschaft. Unsere Qualifizierungsoffensive startet jetzt am 1. März mit zwei ganz konkreten Projekten: in der Landesverwaltung und bei Start-Ups aus dem Bereich der IT-Sicherheit.“

Am Donnerstag, den 1. März, sollen sowohl das Kompetenzzentrum „Digital Leadership BW“ bei der Führungsakademie Baden-Württemberg als auch das IT Security LAB beim CyberForum in Karlsruhe ihre Arbeit aufnehmen. Mit dem Programm „Digital Leadership BW“ sollen die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung gestärkt werden. Das IT Security LAB soll Start-Ups aus dem Bereich der IT-Sicherheit zu einer schnelleren Unternehmensentwicklung verhelfen. „Beide Qualifizierungsmodule sollen den Digitalisierungsgrad in Wirtschaft und Verwaltung erhöhen“, so Strobl.

Digitalen Wandel in der Landesverwaltung gestalten

„Verwaltungen sind keine digitalen Inseln. Deshalb müssen wir in der Verwaltung die digitalen Kompetenzen stärken. Und gerade unseren Führungskräften kommt hier eine Schlüsselrolle zu: Sie müssen wissen, wovon sie sprechen, welche Potenziale der digitale Wandel gerade auch der Verwaltung bringt. Sie müssen den digitalen Wandel in der Verwaltung gestalten und vorantreiben. Deshalb ist Digitalisierung Chefsache“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Mit etwa 80 bis 100 Führungskräften aus der Verwaltung sollen die ersten Schulungen an der Führungsakademie jetzt in den Pilotbetrieb gehen. Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Entwicklungen und die Auswirkungen für die eigene Führungsaufgabe im öffentlichen Dienst.

„Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverwaltung ist doch eines klar: an der Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Unsere Führungskräfte stehen beispielsweise nun vor der Aufgabe, Informations- und Kommunikationswege neu zu denken, Personalführungsprozesse anzupassen und auch bei der Personalentwicklung neue Wege zu gehen. Dafür müssen wir sie befähigen“, so Minister Thomas Strobl.

Insgesamt sollen in den Jahren 2018 und 2019 im Rahmen des Programms an der Führungsakademie etwa 300 bis 500 Führungskräfte aus der Landesverwaltung geschult werden.

Ab 2020 werden die Schulungsmodule, die sich im Pilotbetrieb am besten bewährt haben, in den Fortbildungs-Lehrplan an der Führungsakademie aufgenommen. Die Landesregierung fördert das Programm „Digital Leadership BW“ mit rund 800.000 Euro im Doppelhaushalt 2018/19. Das Programm „Digital Leadership BW“ ist ein Baustein der Digitalakademie@bw, einer breiten Qualifizierungsoffensive für Mitarbeiter der Kommunal- und Landesverwaltung.

„Wir werden bei ‚Digital Leadership BW‘ auch den Austausch mit anderen Einrichtungen suchen, zum Beispiel dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Wir müssen über den Tellerrand schauen, wenn wir hier in der Landesverwaltung vorankommen wollen“, unterstrich Strobl. Bereits im März stehe daher ein erstes Leistungsmodul auf der Agenda. Am Rande der Ausstellung „Open Codes“ im Zentrum für Kunst und Medientechnologie werden Experten aus Digitalisierung und Verwaltung gezielt über Innovationsprozesse diskutieren und ganz konkrete Ideen entwickeln, wie Digital Leadership in der Verwaltung umgesetzt werden kann.

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