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Zusammenarbeit von IBM und Techniker Krankenkasse

Startschuss für die Gesundheitsakte

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Erster Datenfundus

Dr. Jens Baas mit Demo-Handy
Dr. Jens Baas mit Demo-Handy
(© Techniker Krankenkasse)

Wie Dr. Baas bekannt gab, erhalten die Versicherten auf Wunsch zu Beginn einen Grundstock an Daten für ihren Tresor. „Das bedeutet konkret, dass wir zum Beispiel einen Überblick geben können über alle Arzt- und Zahnarztbesuche, die verordneten Medikamente oder die Impfungen der letzten Jahre. Das ist ein Novum, denn erstmalig haben Patienten fortlaufend Einblick in ihre Gesundheitsdaten“, so der TK-Vorsitzende.

Die Services sollen sukzessive aufgestockt werden. „Als nächstes folgen Erinnerungen für Vorsorgeuntersuchungen und das elektronische Zahnbonusheft. Außerdem sollen unsere Versicherten in naher Zukunft die Möglichkeit bekommen, ihre selbst erhobenen Daten, wie beispielsweise Messwerte von Wearables, zu speichern“, erläutert Dr. Baas.

Schnittstelle zur Arztpraxis

TK Safe will als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Leistungserbringern dienen. „Derzeit haben wir in Deutschland hunderte verschiedene Praxissoftwaresysteme, die ambulante Ärzte zur Organisation ihrer Praxen nutzen. Gleichzeitig gibt es fast genauso viele unterschiedliche Krankenhausinformationssysteme“, beschreibt Dr. Baas die aktuelle Situation. „Die nächste große Revolution in der Medizin sind nicht neue therapeutische oder diagnostische Maßnahmen, sondern die sinnvolle Zusammenführung und Analyse von Gesundheitsdaten, die Überwindung der Datensilos.“

„TK-Safe ist keine Einbahnstraße, sondern ein Daten-Hub, das die verschiedenen Leistungserbringer auch über Sektorengrenzen hinweg vernetzt“, so Dr. Baas. Versicherte könnten ihre Daten mitnehmen, wenn sie zu einer anderen Krankenkasse wechselten.

Wichtig sei hierbei aber auch die Kompetenz der Nutzer. „Um digitale Gesundheitsinformationen sinnvoll nutzen zu können, braucht es Gesundheits- und Medienkompetenz. Wir sprechen hier von Digitaler Gesundheitskompetenz. Nur der informierte Patient, wir haben ihn Homo Digivitalis genannt, wird sich im digitalen Gesundheitswesen zurechtfinden und die Chancen, die der digitale Datentransfer ermöglicht, für sich gut nutzen können“, meint Dr. Baas.

Patienten brauchen demnach nicht nur verständliche Informationen zu Diagnosen, sie müssen auch wissen, wie sie sie verwalten und wem sie wie Zugriff gewähren. Die TK sehe sich dabei als Coach der Versicherten. „Wir sind fest überzeugt, dass wir als öffentlich-rechtliche Körperschaft ohne Gewinninteresse der beste Partner für sie sind“, so Dr. Baas.

Der informierte Patient

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK hat sich nach der „digitalen Gesundheitskompetenz“ erkundigt. Die Ergebnisse und Infos zur Studie „Homo Digivitalis“ finden Sie online als PDF HIER.

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