Mehr Lifestyle für eHealth-Lösungen

Start-ups im Gesundheitswesen

| Autor: Susanne Ehneß

Hinweise zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Hinweise zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Bild: © Kiweno)

Ungefähr 60 Prozent aller Internetnutzer suchen sich im Internet Rat bei Gesundheitsfragen, so eine Erhebung der EU-Kommission. Die Nachfrage nach praktischen, digitalen Lösungen im Gesundheitssektor ist groß und wächst stetig.

Besagten Bedarf nach smarten eHealth-Lösungen können nach Meinung von kiweno gerade Start-ups mit ihrer Agilität und kundenorientierten Denkweise decken – indem sie an den Stellen ansetzten, wo ein festgefahrenes und bürokratisches Gesundheitssystem versage.

Von der Online-Gesundheitsakte bis hin zur Online-Arztkonsultation: Digitale Innovationen für den medizinischen Alltag seien smart, bequem, schafften mehr Transparenz für den Nutzer und erleichterten dadurch, die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Wie schaffen junge Unternehmen das? Kiweno hat dazu folgende Thesen erstellt:

eHealth-Start-ups schaffen Transparenz und Aufklärung

Personalmangel und damit einhergehend hoher Zeitdruck kennzeichnen den Alltag in medizinischen Einrichtungen. Die Terminkalender der Ärzte sind voll, eine ausreichende Beratung bleibt auf der Strecke, Bürokratie wohin das Patientenauge schaut.

Hier springen eHealth-Start-ups in die Bresche: Sie füllen die Lücke im Gesundheitsbereich, indem sie mit smarten Lösungen für mehr Effizienz und Transparenz sorgen. So erfahren Patienten eine weiterführende Beratung und ihr Bewusstsein für die eigene Gesundheit wird gesteigert.

Mit dem Motto „Big Data für alle“ sind eHealth-Unternehmen eindeutig im Vorteil. Nach einem Arztbesuch wird man häufig mit seinen Ergebnissen völlig alleine gelassen. Es ist oft schwer zu verstehen, was manche Diagnosen bedeuten und vor allem was weiterhin zu tun ist.

Digitale Plattformen bieten den Nutzern nicht nur grobe Einblicke in ihre Gesundheitsdaten, sondern darauf aufbauende weiterführende Empfehlungen. Dadurch können smarte digitale Lösungen unser Gesundheitswesen optimieren. Ein Beispiel ist Doctolib, ein innovatives Kalender-Tool für Patienten und Ärzte.

Mit Lifestyle zu mehr Gesundheitsbewusstsein

Junge, gesunde Menschen hören gerne weg, wenn es um präventive Maßnahmen, wie Rückenschule oder Vorsorgeuntersuchungen, geht. Dabei sollten gerade sie sich mit Prävention auseinandersetzen, um langfristig gesund zu bleiben.

Wie können eHealth-Start-ups junge, gesunde Leute erreichen und ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit steigern? Mit einem attraktiven, digitalen und bequemen Angebot. Gerade jüngere Leute legen viel Wert darauf, dass das Produkt innovativ ist und zu ihrem Lifestyle passt.

Ein Beispiel hierfür sind unter anderem Fitness-Tracker, die buchstäblich Bewegung in den Alltag junger Menschen bringen, die sich dadurch mit jedem Schritt fit halten. Die Schrittzähler sind längst als Lifestyle-Objekt etabliert, aber vor allem eine präventive Gesundheitsmaßnahme. Für Prävention setzt sich auch das Start-up kiweno ein, das Gesundheits-Test-Kits für Zuhause anbietet: Mithilfe der Tests erhalten die Nutzer Hinweise über Nahrungsmittelunverträglichkeiten, ihr allgemeines Wohlbefinden und die optimale Nährstoffversorgung ihres Körpers.

Indem Start-ups solche Lifestyle-Produkte mit Präventionsmaßnahmen verknüpfen, können sie zum Umdenken im Gesundheitswesen beitragen: Denn langfristig gesehen profitieren alle davon, wenn etablierte Anbieter und junge Start-ups gemeinsam Präventionsmaßnahmen und ein umfangreiches Gesundheitsangebot bieten.

Hartnäckigkeit trotz Gegenwind

Aller Anfang ist schwer und im Gesundheitssektor noch viel mehr! Oftmals aus eigener Betroffenheit und mit der Erkenntnis, dass althergebrachte Methoden an ihre Grenzen stoßen, werden Patienten zu Unternehmensgründern. Sie wollen ihre Erfahrungen teilen und umständliche Prozesse vereinfachen.

Doch die Eintrittsbarrieren in den deutschen Gesundheitsmarkt sind hoch: Wichtig ist vor allem, einen Arzt im Geschäftsführerteam zu haben, der die Glaubwürdigkeit des Start-ups untermauert, bis hin zu unzähligen Vorgaben und Zertifizierungen. Auch bei der Vermarktung und Kommunikation sind junge Unternehmer eingeschränkter und haben mit Auflagen zu kämpfen. Doch diese Vorgaben gilt es erstmal zu kennen.

Detaillierte Abstimmungen mit den eigenen Anwälten stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Doch Hartnäckigkeit wird belohnt: Die hohe Nachfrage nach digitalen Innovationen im Gesundheitsbereich gibt dem Drang nach Verbesserung der Start-ups und Veränderung des Gesundheitssystems Recht.

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