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Forschungs- und Kompetenzzentrum für Cybersicherheit Standort des ECCC noch unklar

Autor: Susanne Ehneß

Die Europäische Union will ihre Abwehrfähigkeit im Bereich der Cybersicherheit erhöhen. Dazu soll ein „Forschungs- und Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“ (ECCC) errichtet werden, das die entsprechenden Maßnahmen koordiniert. Die Standortfrage des neuen IT-Security-Zentrums ist allerdings noch nicht geklärt.

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(© mixmagic - stock.adobe.com)

Wie die Bundesregierung erläutert, sind als Standorte momentan Belgien (Brüssel), Irland (Ort nicht bekannt), Litauen (Vilnius), Luxemburg, Polen (Ort nicht bekannt), Portugal (Ort noch unbekannt), Rumänien (Bukarest) und Spanien (Leon) in der Diskussion.

Ursprünglich sei Brüssel als Standort vorgesehen gewesen. „Schwerpunkt der Verhandlungen im Rat seien indes die inhaltliche Ausrichtung des ECCC gewesen mit dem Ziel, die europäischen Bemühungen im Bereich Cybersicherheit in den Handlungsfeldern Industrie, Technologie und Forschung wirksam zu bündeln“, erläutert die Bundesregierung. Ihrer Einschätzung nach habe dies vor allem daran gelegen, dass die Festlegungen in den Verordnungen zu den europäischen Förderprogrammen „Horizont Europa“ und „Digitales Europa“ zu berücksichtigen seien. Zugunsten der notwendigen Klärungen zum Zusammenwirken und Abstimmungen zu den notwendigen Anpassungen des Verordnungsentwurfs sei die Frage des Standorts deshalb zurückgestellt worden.

Aus Sicht der Bundesregierung soll die EU erweiterte Kapazitäten im Kampf gegen Cyberkriminelle entwickeln, beispielsweise „zur anlassbezogenen Erlangung unverschlüsselter Täter-Kommunikation wie auch zur anlassbezogenen Erlangung technischer Identifikationsmerkmale trotz täterseitiger Anonymisierung“.

Die Europäische Kommission hatte im September 2018 den Vorschlag für ein europäisches Kompetenzzentrum eingebracht. „Die Union kann jedoch viel größere Investitionen tätigen und benötigt einen wirksameren Mechanismus, mit dem dauerhafte Kapazitäten und Kompetenzen aufgebaut, Anstrengungen koordiniert und die Entwicklung innovativer Lösungen für industrielle Herausforderungen in Bezug auf die Cybersicherheit im Bereich neuer Mehrzwecktechnologien (z. B. künstliche Intelligenz, Quanteninformatik, Blockchain-Technologien und sichere digitale Identitäten) sowie kritischer Sektoren (z. B. Verkehr, Energie, Gesundheit, Finanzen, Regierung, Telekommunikation, Fertigung, Verteidigung, Raumfahrt) gefördert werden“, wurde damals der Bedarf begründet. .

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