Interview BVA

Standards für die Bundesverwaltung

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Susanne Ehneß

Welche Vorteile bietet die Nutzung des jetzt von der BVA angebotenen Rahmenvertrags den vielen Einrichtungen der Bundesverwaltung?

Moritz: Viele Behörden haben in der Vergangenheit zwiespältige Erfahrungen beim Einsatz externer Beratungsfirmen gemacht. Die vergaberechtskonforme Auswahl eines passenden Partners, die Konkretisierung des Beratungsbedarfs und die Steuerung der externen Kräfte stellen die Projektbeteiligten vor große Herausforderungen, die sie im Falle einer externen Beratung neben ihrer ursprünglichen Projektarbeit stemmen müssten. Verbunden mit Schwierigkeiten bei der Bewertung der Beratungsleistung kann dies zu der Entscheidung führen, ganz auf die Einbeziehung eines Partners aus der Wirtschaft zu verzichten.

Das Drei-Partner-Modell adressiert diese Problemstellungen und stellt mit seinen stetig weiterentwickelten Prozessen und Regularien eine attraktive Alternative dar. Darüber hinaus führt die Bündelung der Bedarfe in einem zentralen Rahmenvertrag zu einer Stärkung der Verhandlungsmacht des Bundes, projektübergreifenden Synergieeffekten und besseren Vertragskonditionen.

In welchem Zusammenhang steht der Rahmenvertrag mit SAGA, dem V-Modell XT und den Bestrebungen des Bundes zur IT-Konsolidierung?

Moritz: Die Entscheidung des Rates der IT-Beauftragten zur Vergabe entsprechender Leistungen resultiert aus dem Ziel heraus, den Einsatz einheitlicher Standards und Methoden in der IT der Bundesverwaltung weiter voranzutreiben. Bei der Ausgestaltung des Rahmenvertrags und der daraus resultierenden Ausschreibung wurde unter anderem darauf geachtet, dass die zentralen Punkte XöV, SAGA und V-Modell XT Bund eine entsprechende Berücksichtigung gefunden haben und die Behörden bei einer notwendigen Standardisierung im Zuge der IT-Konsolidierung des Bundes Unterstützung erhalten können.

Können Sie das Drei-Partner-Modell kurz erklären?

Moritz: Das Drei-Partner-Modell bietet ein auf die spezifischen Bedürfnisse der Verwaltung zugeschnittenes Beratungsangebot, das seit seiner Entstehung im Rahmen der Initiative BundOnline 2005 durch das BVA kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Verwaltungswissen wird mit dem Fachwissen privater Firmen zusammengeführt und zur Realisierung von IT- und Organisationsprojekten nutzbar gemacht.

Auf Grundlage einer Beratungsanfrage des Bedarfsträgers übernimmt das BVA federführend die Vermittlung passender Beratungsleistungen mit Hilfe einer großen Breite an thematisch fokussierten Rahmenverträgen. In einem trilateralen Kooperationsmodell steuert und begleitet das BVA die Anbahnung und Durchführung von entsprechenden Projekten. Der Bedarfsträger kann sich daher auf die Durchführung seines Projektes konzentrieren.

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Beratungsprojekte im Drei-Partner-Modell besitzen eine wesentliche höhere Erfolgs- und Kundenzufriedenheitsquote als andere Projekte. Dies liegt zum einen an den eingesetzten Beratern, bei deren Auswahl der Bedarfsträger sich auf die umfangreichen Erfahrungen das BVA stützen kann. Zum anderen hat die Sicherstellung eines strukturierten Projektstarts mit eindeutig definierten Meilensteinen und Aufwandsschätzungen entscheidend zu einem höheren Projekterfolg geführt.

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