München will IT-Referat gründen

Stadtrat beschließt Neuorganisation der städtischen IT

| Redakteur: Manfred Klein

Im Münchner Rathaus geht es derzeit in Sachen IT hoch her
Im Münchner Rathaus geht es derzeit in Sachen IT hoch her (Bild: © Noppasinw – Fotolia.com)

Nach dem Abschied von LiMux, hat die Vollversammlung des Münchner Stadtrats nun eine Neuorganisation der städtischen IT beschlossen. Unter wurde die Gründung eines eigenen schlanken IT-Referats beschlossen. Noch in diesem Jahr soll ein Referent gewählt werden und seine Arbeit aufnehmen.

Im Zuge dieser Neuorganisation soll der städtische Eigenbetrieb und Dienstleister it@M, zuständig unter anderem für die technische Lösungsberatung, Server sowie für die Beschaffung von IT, diesem Referat unterstellt werden, ebenso die Hauptabteilung IT-Strategie, IT-Steuerung & IT-Controlling im Direktorium (STRAC). Auch der „Vor-Ort-Support“ soll dem IT-Referat laut Stadtratsbeschluss unterstellt werden. Er soll an allen größeren Standorten angesiedelt werden, um IT-Ausfälle gegebenenfalls schnell beheben zu können.

Darüber hinaus sollen die städtischen Referate eigene kleinere IT-Einheiten behalten. Diese sollen sich auf das fachliche Anforderungsmanagement konzentrieren. Eine spätere Überführung des Eigenbetriebs it@M in eine Betriebs-GmbH soll ebenfalls geprüft werden.

Die IT in Schulen und Kindertagesstätten wird dem Beschluss zufolge ebenfalls neu organisiert. Geprüft werden soll, ob das pädagogische Netz möglichst bis Ende 2019 in einem ersten Schritt in eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke München zu überführen ist, um zeitnah Verbesserungen in den Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.

Der Stadtrat hat die Verwaltung zudem beauftragt, unverzüglich ein Konzept zu erstellen, wie auf Basis des neu zu entwickelnden Windows-Basis-Clients bis spätestens Ende 2020 eine stadtweit einheitliche Client-Architektur geschaffen werden kann. Bei den Standardfunktionen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Internetbrowser sollen stadtweit einheitliche marktübliche Standardprodukte eingesetzt werden, um intern wie extern eine höchstmögliche Kompatibilität zu ermöglichen.

Als strategisches Ziel setzt der Stadtrat die Vorgabe, dass die städtischen Anwendungen unabhängig vom Betriebssystem funktionieren, zum Beispiel als Web-Anwendung, Virtualisierung oder Remote Desktop Service.

Bei der Erarbeitung des Konzepts soll zudem dargestellt werden, welche bisherigen Programme auf LiMux-Basis entfallen sollen. Dabei muss der Stadtrat darüber unterrichtet werden, inwieweit und in welcher Höhe Investitionskosten abgeschrieben werden müssen. Zum anderen soll eine grobe Kalkulation der notwendigen Kosten für die Anschaffung der geplanten stadtweit einheitlichen und marktüblichen Client-Architektur vorgelegt werden. Der Stadtrat wird dann eine endgültige Entscheidung treffen.

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