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Kosten und Nutzen von Open Source Software ermittelt Stadt Wien will neue Linux-Studie geheim halten

| Redakteur: Gerald Viola

2004 gab es in Wien die erste Studie Open Source Software „STOSS“ als Entscheidungsgrundlage zur künftigen IT-Ausstattung der Stadtverwaltung. Nach einer lustlosen Teilmigration gibt es nun STOSS 2 zu Kosten und Nutzen von Open Source Software in der Verwaltung. Doch ausgerechnet diese Studie soll geheim bleiben, während die erste zum Download bereitgestellt wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

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Die erste STOSS war noch öffentlich
Die erste STOSS war noch öffentlich
( Archiv: Vogel Business Media )

Sie sei ein „interner Arbeitsbehelf“ für „folgenschwere Entscheidungen“, und die enthaltenen Informationen dürften nicht an den Mitbewerb gelangen, so die offizielle Begründung. Inoffiziell ist die Studie bereits fertig, meldet der Österreichische Rundfunk ORF. Eine Veröffentlichung sei nicht geplant, wird der Mediensprecher des zuständigen Stadtrats Rudolf Schicker (SPÖ) zitiert.

Denn in der Studie würden „wirklich heikle Punkte“ angesprochen. Dabei gehe es auch um die Marktsituation. Und diese Informationen sollten „nicht an den Mitwerb“ kommen – wobei nicht eine andere Verwaltung, sondern die Software gemeint sei.

Nun will die Wiener Verwaltung im Sommer immerhin die Entscheidungen veröffentlichen, die aufgrund der Studie getroffen werden: Also, ob die Linux-Migration fortgesetzt wird, oder ob Windows auf den Rechnern im Wiener Rathaus den Siegeszug antritt. Bis dahin werden keinerlei Investitionen in die 32.000 Rechner getätigt, für die die Magistratsabteilung 14 zuständigt ist.

Pessimistische Experten gehen allerdings davon aus, dass vor 2010 keine Entscheidung fallen wird. Dann wird in Wien gewählt.

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