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News Staatssekretär Hahlen fordert professionelle Fortbildung für Beamte

| Redakteur: Gerald Viola

Die Bundesakademie für Öffentliche Verwaltung veranstaltete im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft in Brühl das Treffen der Direktoren und Präsidenten der zentralen Fortbildungseinrichtungen

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Die Bundesakademie für Öffentliche Verwaltung veranstaltete im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft in Brühl das Treffen der Direktoren und Präsidenten der zentralen Fortbildungseinrichtungen für Öffentliche Verwaltung in den Mitgliedstaaten der EU (DISPA). Die 27 Repräsentanten und weitere internationale Gäste und Experten diskutieren über Praxis und Standardisierung des Trainings und des Coachings für Top-Führungskräfte in den nationalen Regierungen.Staatssekretär Johann Hahlen vom Bundesinnenministerium erläuterte in seiner Eingangsrede die aktuellen Modernisierungsansätze zur Verwaltungsreform und zum Bürokratieabbau: „Der erfolgreiche Abbau unnötiger bürokratischer Lasten kann wesentlich dazu beitragen, die Akzeptanz der Rechtssetzung bei Wirtschaft und Bürger zu erhöhen und die Ziele der Lissabon-Strategie zu erreichen.“ Hahlen fordert in diesem Zusammenhang für das Training der Top-Führungskräfte in den Öffentlichen Verwaltungen: „Immer wichtiger wird die sogenannte Governance-Kompetenz. In vielen Bereichen, insbesondere auf internationaler Ebene, kann sich der Staat nicht mehr allein auf rechtliche Maßnahmen und zwischenstaatliche Abkommen beschränken, um seine politischen Ziele und Wertvorstellungen erfolgreich durchzusetzen. Im Zeitalter des Internets und der Globalisierung bedarf es zunehmend der Fähigkeit der Bediensteten, Netzwerke mit nationalen und internationalen, staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zu bilden. Es wird so leichter, mit diesen Partnern zu verhandeln, Vereinbarungen zu treffen und Verhaltensstandards zu entwickeln“.Ein wichtiges Thema des Treffens ist die Unterstützung der oberen Führungskräfte in den Ministerien der EU-Staaten durch Training, Beratung und Coaching. Dazu werden Fallbeispiele aus den alten und neuen Mitgliedstaaten Slowenien, Irland, Lettland und Spanien vorgestellt. Ziel des Erfahrungsaustausches ist die Überlegung, gemeinsame Standards und curriculare Module zu finden und zu entwickeln. Um die konsequente, ergebnisorientierte Zusammenarbeit auch über die Zeiträume einer Ratspräsidentschaft hinaus zu sichern, wird ein 2-jähriges „Halbzeitprogramm“ erarbeitet. Die Strategiediskussion „Auf der Suche nach Kontinuität – das zukünftige mittelfristige Programm für DISPA“ wird durch Beiträge der Vertreter der deutschen Ratspräsidentschaft wie der vorherigen und nachfolgenden Präsidentschaften aus Finnland, Portugal und Slowenien sowie von der Europäischen Verwaltungsakademie (ESA), Brüssel eingeleitet. Die Teilnehmer können durch eine elektronische Abfrage in „Echtzeit“ unmittelbar Positionen bewerten und so zeitökonomisch und transparent eine Prioritätenliste vereinbaren.

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