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Studie bestätigt Einsparpotenzial für die Öffentliche Verwaltung Sparen durch elektronische Rechnungen

| Redakteur: Susanne Ehneß

In Zusammenarbeit mit der Schweizer Billentis hat die Mach AG neue Marktzahlen und Erhebungen zur elektronischen Rechnungsbearbeitung in Europa vorgestellt. Die Studie zeigt, dass Verwaltungen durch einen elektronischen Rechnungs-Workflow Einsparungen in Höhe von 60 bis 80 Prozent gegenüber Papierrechnungen erreichen können.

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Versandvolumen der Rechnungen nach Branchen
Versandvolumen der Rechnungen nach Branchen
(Bild: Billentis)

Laut Studie gehört der öffentliche Sektor mit mindestens zehn Prozent des gesamten Rechnungsvolumens zu den drei größten Branchen in Deutschland. Er bildet das wichtigste Marktsegment, denn 45 bis 65 Prozent aller Unternehmen sind Lieferanten für den Public Sector und stellen diesem Rechnungen. Gleichzeitig empfangen sämtliche Firmen und Haushalte Rechnungen von der Öffentlichen Verwaltung.

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Das Fazit der Studie lautet daher konsequent: „Die eRechnung und die damit verbundene Prozessautomatisierung könnte die Antwort sein auf die heutigen Herausforderungen im stetig wachsenden Marktumfeld. Sie ist die Schlüsselkomponente, um Kosten deutlich zu senken, das Working Capital zu verbessern und die Kosten elastischer zu gestalten.“

Das dauerhafte Einsparpotenzial beziffert sich laut Studie auf 60 bis 80 Prozent der Rechnungsbearbeitungskosten. Deutschlandweit wären dies 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die Mehrkosten für die Einführung der eRechnung seien „spätestens nach 1,5 Jahren eingespielt“, so Dr. Eike Schmidt, Vorstand der Mach AG.

Schmidt betont, dass das Thema eRechnung „kein Hype mit unsicherem Ausgang“ sei. Sowohl in der Industrie als auch in öffentlichen Verwaltungen anderer Länder gehöre sie bereits zur gängigen Praxis – inklusive entsprechender Standards.

Richtlinie der EU

Die öffentlichen Verwaltungen sämtlicher EU-Länder müssen, so die Forderung der Studie, während der nächsten Jahre ihre Prozesse und Systeme so anpassen, dass sie mit eRechnungen umgehen können.

Die entsprechende Richtlinie der Europäischen Union wurde Mitte des Jahres bekannt gegeben. Bis 2018 müssen öffentliche Auftraggeber und Vergabestellen in Europa eRechnungen verarbeiten und empfangen können.

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