Open Government Data in Deutschland

Spagat zwischen Verwaltungs-Kultur und Community-Erwartungen

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Die sieben Forderungen der Open Data Community

Deshalb fordern wir im Rahmen der weiteren Entwicklung von daten-deutschland.de und govdata.de:

1. Datensätze als offene Daten (im Sinne der 10 Prinzipien für offene Daten) zugänglich zu machen, die für potentielle Nachnutzer interessant, relevant und tatsächlich nachnutzbar sind (hier eine Beispielliste solcher Datensätze);

2. Bekenntnis und Verpflichtung zu echtem Open Government (Data) und offenen Lizenzen (gemäß Open Definition) sowie Vermeidung von Datenveröffentlichungen ohne dokumentierte Nutzungsbedingungen;

3. Vorgabe und Verpflichtung der Behörden, Daten standardmäßig offen zu lizenzieren und nicht-offene Daten nur in öffentlich begründeten Ausnahmefällen zuzulassen;

4. Verzicht auf verwaltungsrechtliche Nutzungsgewährungen zugunsten zivilrechtlicher Standardlizenzen und damit zugleich Verzicht auf rechtliche Kontrolle bis hinunter zur einzelnen Dateneinheit;

5. Erkennbare Ausrichtung darauf, die wertvollsten und nützlichsten Daten prioritär zu veröffentlichen und von der pro-forma-Veröffentlichung von „Schnarchdaten“ abzusehen;

6. Investitionen in Marketing und Kommunikation der Plattform als zentrale Anlaufstelle für öffentliche Daten;

7. Einrichtung einer unabhängigen Clearingstelle als Anlauf- und Beschwerdestelle, die Weisungen und Rügen zur Veröffentlichung von Daten erteilen kann.

Mit der Änderung des Portalnamens von „Open Gov Data Deutschland“ in „GovData – Das Datenportal für Deutschland“ wurde die Zielsetzung aus dem Titel gestrichen, sagt Marian Steinbach.

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