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Schleswig-Holstein Sozialministerium erweitert Bürgerservice mit Chatbot Ina

| Autor: Julia Mutzbauer

Das Integrationsamt des Sozialministeriums in Schleswig-Holstein hat einen zusätzlichen Kommunikationsweg für die Kommunikation mit den Bürgern bereitgestellt: Nun beantwortet Chatbot Ina rund um die Uhr Routinefragen, ordnet Anfragen ein, stellt Informationen bereit und macht Themenvorschläge.

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Auf der Internetseite des Sozialministeriums in Schleswig-Holstein soll der Chatbot Ina erste Anfragen entgegennehmen
Auf der Internetseite des Sozialministeriums in Schleswig-Holstein soll der Chatbot Ina erste Anfragen entgegennehmen
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Der Chatbot soll auf der Webseite des Integrationsamts – das sich um die dauerhafte Eingliederung von Menschen mit einem Handicap in das Arbeitsleben kümmert – erste Hilfestellungen geben und nützliche Informationen bereitstellen. Dabei stehen die Angebote mit nur einem Klick und in leichter Sprache zur Verfügung, betont das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren (MSGJFS).

Sozialminister Dr. Heiner Garg erläutert dazu: „Wir wollen den Menschen dort begegnen, wo sie sich aufhalten und Informationen und Dienstleistungen suchen. Das ist für viele Bürgerinnen und Bürger das Internet. Gerade Menschen mit einem Handicap suchen einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen und Beratungsangeboten. Künstliche Intelligenz kann hier ein bestehendes Angebot verbessern und ergänzend Beratungsangebote des Integrationsamts erweitern“.

„Von der Bestellung von Broschüren über das Stellen von Anträgen bietet der Chatbot proaktiv Antworten“, heißt es. So bleibe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Integrationsamts mehr Zeit für die anspruchsvolleren Fragen und kompliziertere Einzelfälle. Gleichzeitig möchte das Integrationsamt zeigen, dass mit digitaler Unterstützung und Künstlicher Intelligenz Arbeitsabläufe von Behörden moderner und effizienter gestaltet werden können.

Der Chatbot Ina – als lernendes System – soll zudem sukzessive weiterentwickelt und durch Erfahrungswerte bei der Nutzung weiter optimiert werden, heißt es weiter. Jedoch versichert das Sozialministerium, dass die Mitarbeiter des Integrationsamtes den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin für ihre Anliegen auch auf den gewohnten Wegen zur Verfügung stehen. „Das Bestreben des Integrationsamtes ist, für die Menschen ein guter ‚Dienstleister‘ zu sein“, heißt es dazu.

Der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter macht deutlich: „Mit dem Chatbot des Integrationsamts setzen wir auch Ziele unseres Handlungsrahmens ‚Künstliche Intelligenz in Schleswig-Holstein‘ um. Wir schaffen so eine 24/7-Erreichbarkeit unserer Verwaltung und heben damit den Servicegrad der Verwaltung auf ein neues Level, denn Chatbots schlafen nicht und haben keinen Urlaub, niemand muss in der Schlange stehen.“

Schrödter fügt hinzu: „Der Chatbot des Integrationsamtes ist auch ein gutes Beispiel, weil wir so zeigen, wie wir die Herausforderungen von KI, wie den Schutz personenbezogener Daten lösen können und mit den Chancen, nämlich die Verbesserung der Verwaltungsdienstleitung, verbinden. Wir entlasten zugleich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf andere Fachaufgaben konzentrieren können“.

Zum Hintergrund heißt es: Der Chatbot ist ein priorisiertes Digitalisierungsprojekt des Landes und wurde im Jahr 2019 aus Mitteln des Digitalisierungsprogrammes finanziert. Im Jahr 2020 wird der Betrieb aus Mitteln des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren (MSGJFS) und die Weiterentwicklung aus Mitteln der Staatskanzlei finanziert. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Dataport (dem IT Dienstleister des Landes) und der Inclusify AG, ein Startup, dessen Schwerpunkt Inklusion durch Technik ist, realisiert. Ein Schwerpunkt wurde neben der technischen Umsetzung auf die Reduzierung von technischen Barrieren bei der Nutzung gelegt.

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Über den Autor

 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing