Isprat-Studie

Soziale Netzwerke lösen in Verwaltungen Berührungsängste aus

| Redakteur: Manfred Klein

Soziale Medien werden in den Ämter kaum genutzt
Soziale Medien werden in den Ämter kaum genutzt (Foto: Beboy - Fotolia.com)

Soziale Medien werden auch heute in den Verwaltungen kaum genutzt. Auch privat nutzen Mitarbeiter der Verwaltung soziale Netzwerke im Vergleich zum Rest der Bevölkerung nur selten. Das sind die Ergebnisse des Isprat-Projekts „Social Media Readiness in der Verwaltung“.

Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Medien und Kommunikationsmanagement (MCM) der Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Freien und Hansestadt Hamburg. Alle Mitarbeitenden der Hamburger Verwaltung mit PC-Arbeitsplatz wurden zu einer Umfrage eingeladen. 2.092 Verwaltungsmitarbeitende aus allen Behörden und Bezirksämtern nahmen daran teil.

Analysiert wurden die private und die berufliche Nutzung neuer Medien. Außerdem wurde untersucht, welche persönlichen und organisationalen Einflüsse die Bereitschaft zur Nutzung sozialer Medien prägen.

Das Ergebnis: Soziale Medien werden auch heute in der Verwaltung kaum genutzt. Auch privat nutzen Mitarbeitende der Verwaltung neue Medien unterdurchschnittlich häufig. Allerdings fördert das Vertrauen in die eigenen Nutzungsfähigkeiten die Bereitschaft zur Nutzung stark, Sorgen um die Privatsphäre im Netz senken sie dagegen.

Der Arbeitgeber kann daher die Offenheit der Mitarbeitenden gegenüber sozialen Medien beeinflussen: Führungsunterstützung und Ermunterung durch Kollegen fördern die Nutzungsbereitschaft.

Persönliche Einstellungen haben ebenfalls einen starken Einfluss auf die Nutzung neuer Medien. Selbstvertrauen und eine positive Einschätzung der eigenen Kompetenzen wirken positiv. Sorgen um die Privatsphäre im Netz sind aber weit verbreitet.

Auch der Arbeitgeber hat einen Einfluss auf die Nutzung neuer Medien: Führungsunterstützung, klare Zielvorgaben und einfache Prozesse fördern die Nutzung. Ermutigungen aus dem Kollegenkreis wirken stark positiv. Die Ressourcenausstattung hat dagegen keinen Einfluss auf die Nutzung.

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