Small Data im großen Stil

Software-Tools machen Politik messbar

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Brisant wird das, wenn es um große Summen geht, zum Beispiel um sozial- und wirtschaftspolitische Großprojekte wie Konjunkturpakete. Das ist momentan noch Zukunftsmusik, denn für solche Analysen muss man sehr viele Daten heranziehen. Aber letzten Endes zielt Government Analytics auf die Wirkungsmessung von politischen Maßnahmen und Steuergelder-Verwendung. Derzeit schafft die EU-Kommission die Voraussetzungen dafür, Aussagen über große Förderprogramme, wie den Europäischen Sozialfonds, zu treffen.

Im ersten Schritt muss Government Analytics als Proof of Concept an kleineren Projekten getestet werden. Es gibt bereits erste öffentliche Stellen, die diesen Weg mit dem IT-Berater Steria Mummert Consulting gehen. Das Unternehmen kann im Bereich Government Analytics auf umfassende Business-Analytics-Projekterfahrung im Banken- und Versicherungssektor zurückgreifen.

Hierbei gilt: Groß denken und klein anfangen. Denn der Weg zu Big Data fängt mit kleinen Datenquellen an, die Schritt für Schritt strukturiert zusammengeführt werden müssen, um immer feinere und präzisere Analysen zu erlauben. Dazu müssen zunächst Anwendungsfelder und fachliche Fragestellungen identifiziert werden, die sich hierfür eignen.

Derzeit liegen viele Daten, die durch eGovernment erhoben werden, brach. Werden diese Datenquellen erschlossen, zusammengeführt und analytisch ausgewertet, resultiert daraus automatisch mehr Transparenz, ganz im Sinne von Open Government. Den Bürgern werden in diesem Zuge – wenn die Ergebnisse der Datenanalysen öffentlich zugänglich gemacht werden – zahlreiche Prozesse offengelegt, in die sie bislang keinen oder kaum Einblick hatten.

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