Studie von Techconsult

Software Asset Management – nur ein Verwaltungsakt?

| Autor: Ira Zahorsky

Fehllizenzierungen

Rund zwei Drittel der Befragten erfassen und inventarisieren die beschafften Softwarelizenzen systematisch. Je größer das Unternehmen, umso eher wurde auf einen solchen standardisierten Prozess zurückgegriffen. Auch hat sich herausgestellt, dass bei zentraler Beschaffung und Verteilung von Software die systematische Inventarisierung besser funktioniert.

Zudem gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem wahrgenommenen Aufwand und der Beschäftigung mit Lizenz- beziehungsweise Software-Asset-Management. Je intensiver sich die Verantwortlichen mit dem Thema beschäftigen, umso geringer wird der Aufwand eingeschätzt. Gleiches gilt für die korrekte Lizenzierung.

Gründe für die, laut Studie teils dramatischen Fehllizenzierungen gibt es zahlreiche: „Zu viele Geräte“, „zu wenig Zeit“, „mangelnde Kenntnisse“, „unzureichende Kommunikation“ oder „interne Probleme“ sind nur ein Teil der erwähnten Probleme. Grundsätzlich ließen sich zwei Muster für Fehllizenzierung erkennen: mangelnde Kompetenzen und Prozesse im Unternehmen sowie Komplexität der Lizenzbestimmung über die unterschiedlichen Hersteller hinweg.

Konsequenzen einer Fehllizenzierung sind wirtschaftlicher und rechtlicher Art. Auch eine fehlende Flexibilität bei der Bereitstellung von Software wird als Risiko genannt. Bei der Identifizierung von Fehllizenzierungen im Rahmen eines offiziellen Audits kann es durchaus um die Existenz gehen. Immerhin wurde bei rund einem Drittel der befragten Unternehmen in den letzten drei Jahren von Softwareherstellern – beziehungsweise auf deren Veranlassung – ein Audit durchgeführt.

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