Elektronischer Personalausweis So verliert der PIN-Verlust seinen Schrecken

Von Manfred Klein

Der elektronische Personalausweis (ePA) ist so etwas wie ein digitaler Untoter – immer wieder mal totgesagt und dennoch quicklebendig. Mit neuen Servicefunktionen sollen nun Bedienerfreundlichkeit und Einsatzspektrum angehoben beziehungsweise erweitert werden.

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Mit dem PIN-Rücksetzbrief wollen BMI und Bundesdruckerei den Service beim elektronischen PErsonalausweis verbessern
Mit dem PIN-Rücksetzbrief wollen BMI und Bundesdruckerei den Service beim elektronischen PErsonalausweis verbessern
(© stock.adobe.com)

Es kommt häufiger vor als man denkt: Der Passwortmanager wartet mit dem falschen Passwort auf und der handgeschriebene Zettel mit dem Zugangscode für den elektronischen Personalausweis, der doch immer in dieser oder jener Mappe lag, wurde von einem dienstbaren Geist endgültig im Altpapier entsorgt. Bislang stand für den Anwender in einem solchen Fall dann meist der Gang zum nächsten Bürgeramt an, wollte er die Online-Funktionen des ePA weiter nutzen. Mit dem neuen PIN-Rücksetz- und Aktivierungsdienst, den die Bundesdruckerei GmbH im Auftrag des Bundesinnenministeriums nun in einer Beta-Version vorgestellt hat, soll sich das in Zukunft ändern.

Auf www.pin-ruecksetzbrief-bestellen.de kann der leidgeprüfte Bürger jetzt einen PIN-Rücksetzbrief anfordern. Dieser Brief enthält eine neue PIN für den Online-Ausweis, einen Aktivierungscode und einen QR-Code für die automatische Aktivierung. Der Dienst wird zunächst als Beta-Version bereitgestellt und im laufenden Betrieb optimiert.

Und auch beim Akzeptanzmanagement für den ePA gibt es Neues. Die Arbeiterwohlfahrt, der Kreisverband Aachen Stadt e.V. und der Verein buergerservice.org haben nämlich eine Projektpartnerschaft zum Themenfeld Online-Ausweisen im Sozialbereich geschlossen. Im Rahmen dieses Projektes sollen unter anderem fünf Bürgerterminals in betreuten Sozialeinrichtungen aufgestellt werden.

Das pädagogische Fachpersonal der Sozialeinrichtungen soll die Terminals nutzen, um die Hilfesuchenden mit den verfügbaren digitalen Diensten im Verwaltungs- und Gesundheitswesen vertraut zu machen. Dabei steht die Förderung von Akzeptanz und Nutzung der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels und der eID-Karte für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union im Fokus.

In einem ersten Schritt sollen vor allem die täglich vielen Telefaxnachrichten an die unterschiedlichsten Behörden auf digitale Wege verlagert werden. Dort, wo noch keine Online-Anwendung verfügbar ist, werden die vorhandenen De-Mail-Adressen der Behörden genutzt.

Weitere Informationen über die technische Ausstattung und die Projektpartnerschaft erhalten Sie auf der Internetseite des Vereins buergerservice.org.

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