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Der Support für XP läuft aus? Was also tun?

So halten Verwaltungen Windows XP auch nach dem April 2014 am Leben

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Windows XP optimiert selbständig den Systemstart über die Prefetch-Funktion. Diese Technik arbeitet aber leider noch nicht so optimal wie in Windows 7/8. Aus diesem Grund kann es deutlich Leistung bringen, wenn Administratoren ab und zu den Inhalt des Ordners „Windows\Prefetch“ löschen. Unter manchen Umständen kann sich der Bootvorgang von Windows XP beschleunigen lassen, wenn Administratoren die Bootdateien des Betriebssystems defragmentieren. Dazu wird de Befehl „defrag c: -b“ in einer Befehlszeile verwendet.

Auch wenn dieser Tipp nicht der neueste ist, bringt die Installation von aktuellen Treibern immer eine Performance-Verbesserung, vor allem im Bereich des Chipsatzes und der Grafikkarte. Administratoren sollten also in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob neue Treiber verfügbar sind und diese installieren. Vor allem, wenn der Support ausläuft sollte ein Archiv aller aktuellen Treiber verfügbar sein.

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RDP-Client für Windows 7/8-Netzwerke

Interessant für Windows XP sind auch die Anbindung an Terminalserver und die Neuerungen im RDP-Client. Für Windows XP SP3 können Administratoren einen neuen Client herunterladen. Wichtig in diesem Bereich ist auch der KB-Artikel 969084. Durch die Installation machen Administratoren Windows XP fit für aktuelle Serverversionen (siehe Abbildung 2).

Arbeiten Unternehmen in einer Domäne mit Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 mit Gruppenrichtlinien, funktionieren diese nicht immer in Windows XP, vor allem bei neueren Einstellungen. Auch hier können Administratoren sich eine Aktualisierung herunterladen, die es Windows XP-Rechnern ermöglicht, auch diese Gruppenrichtlinieneinstellungen zu lesen.

Festplatte defragmentieren und aufräumen

Je älter ein installiertes Windows wird, desto stärker ist die Platte fragmentiert. Das heißt, dass die Teile von Dateien auf der Platte an verschiedenen Stellen gespeichert sind, sodass Windows beim Lesen erst alle Blöcke der Dateien zusammensuchen muss und erst dann die Datei öffnen kann. Da dadurch der Schreib-/Lese-Kopf der Festplatte deutlich mehr unterwegs ist, dauert auch das Öffnen der Datei unnötig lange und Festplatten gehen auch schneller kaputt. In Windows XP sind Bordmittel integriert, die beim Defragmentieren unterstützen sollen, es gibt aber auch von anderen Herstellern Tools, die deutlich schneller und effizienter defragmentieren. Oft empfohlen ist die kostenpflichtige Alternative O&O Defrag. Eines der bekanntesten Tools in diesem Bereich ist Disk Defrag von Auslogics.

Festplatten beschleunigen

Um eine optimale Geschwindigkeit zu erreichen, müssen Festplatten und Arbeitsspeicher direkt miteinander kommunizieren können. Dieser Vorgang wird Direct Memory Access Modus (DMA) genannt. Windows XP aktiviert diesen Modus nicht immer automatisch. In diesem Fall können Administratoren durch manuelle Aktivierung das System beschleunigen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor (siehe Abbildung 3):

  • Starten Sie über den Befehl „devmgmt.msc“ den Geräte-Manager.
  • Navigieren Sie zu „IDE ATA/ATAPIU-Controller“.
  • Rufen Sie die Eigenschaften jedes einzelnen Unterpunktes auf und klicken Sie auf die Registerkarte „Erweiterte Einstellungen“.
  • Unterstützt der Anschluss DMA gibt es die Option „DMA, wenn verfügbar“. Diese sollten Sie immer aktivieren.

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