Forschungsprojekt Open Innovation

So entsteht Mehrwert für die Gesellschaft!

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Dass im betriebswirtschaftlichen Kontext bereits erkannt wurde, welches Potenzial darin steckt, (künftige) Nutzer und Kunden in den Innovationsprozess einzubeziehen, ist unter dem Schlagwort „Open Innovation“ hinlänglich erforscht. Doch welche Möglichkeiten eröffnet so ein Ansatz für Politik und Verwaltung – und damit auch für die Bürger? Diskutiert wird dies etwa im Kontext von „Citizensourcing“.

In Anlehnung an den Begriff „Crowdsourcing“, der das Auslagern von spezifischen Aufgaben an eine unbekannte Masse an freiwilligen Akteuren (die „Crowd“) bezeichnet und damit auf die Weisheit der Vielen setzt, geht es beim „Citizensourcing“ um das Einbeziehen der Weisheit der Bürger in die gemeinsame öffentliche Aufgabenerledigung.

Es wird dabei also ganz bewusst auf Impulse und das Innovationspotenzial unterschiedlicher Akteure und auf externe Wissensressourcen gesetzt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden zunächst relevante Stakeholder in der Bodensee-Region identifiziert.

Dazu zählen Entscheidungsträger, engagierte Bürger, die als Treiber innovative Projekte initiieren und voranbringen, sowie neben Politik und der öffentlichen Verwaltung auch Organisationen wie etwa Kultur- und Sportvereine, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und (regionale) Unternehmen.

Zusätzlich wurden eigene Pilotprojekte angestoßen und Leuchtturmprojekte in der Bodensee-Region erhoben und analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der strukturierten Erfassung und systematischen Evaluation der Werkzeuge, die offene gesellschaftliche Innovation befördern können.

Im Kontext offener Innovation stehen eine Fülle an Plattformen, Software und Applikationen zur Verfügung. Doch welche davon eignen sich für die Realisierung innovativer Projekte in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft? Und für welche Aufgaben davon gilt dies ganz besonders? Die Ergebnisse dieser Recherchen wurden zusammen-gefasst und in einem frei zugänglichen Katalog, der „Tosit“ (The Open Societal Innovation Toolbox) bereitgestellt.

Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen so einen einfachen und strukturierten Zugang auf die Fülle vorhandener Angebote haben, auf die sie für die Umsetzung innovativer Vorhaben zurückzugreifen können. Insgesamt wurden rund 200 Werkzeuge in verschiedenen Kategorien erhoben, die nach verschiedenen Klassen und Kategorien gefiltert werden können, etwa nach dem Grad der gewünschten Interaktion oder dem Fortschrittsstand innerhalb eines Vorhabens. Schließlich variiert das Einsatzspektrum für die Werkzeug.

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