Studie der gfu

Smarte Fitness-Geräte werden alltäglich

| Autor: Ira Zahorsky

Ein Fünftel der Deutschen plant den Kauf eines so genannten Smart Wearables, wie der Apple Watch.
Ein Fünftel der Deutschen plant den Kauf eines so genannten Smart Wearables, wie der Apple Watch. (Bild: Apple)

So genannte Smart Wearables, wie Fitnesstracker, Pulsmesser, Schrittzähler oder vernetzte Gesundheitsgeräte werden immer beliebter. Noch hat erst ein kleiner Prozentsatz der Deutschen so ein Gerät im Einsatz. Geplant ist die Anschaffung aber von 20 Prozent der Befragten.

Mehr als die Hälfte der befragten Europäer stehen vernetzten Gesundheitsprodukten positiv gegenüber. In Deutschland meint immerhin knapp die Hälfte, dass derartige Produkte zu weniger Einschränkungen bei chronisch Kranken führen.

Nur 15 Prozent der Europäer können diesen Geräten nichts abgewinnen. Sie befürchten unter anderem, dass der Kontakt zwischen Arzt und Patient verloren ginge.

Gut zwei Drittel der Befragten, die über die Anschaffung eines vernetzten Gesundheitsproduktes nachdenken, wollen dies zur Vorbeugung tun. Das Gerät soll sie bei einem gesunden Lebensstil unterstützen. 31 Prozent der Befragten mit Kaufabsicht nehmen bereits aktuell aus gesundheitlichen Gründen Routinemessungen bestimmter Parameter vor und versprechen sich von den Fitness-Wearables eine Vereinfachung.

Kostenreduzierung im Gesundheitswesen

38 Prozent der Deutschen erhoffen sich eine Reduzierung von weiteren Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, ein Viertel sieht diese Möglichkeit aber skeptisch. Auch die Schweizer und Österreicher sind mit 26 und 24 Prozent eher skeptisch eingestellt. Die Briten und Franzosen können sich dagegen gut vorstellen, dass die Kosten reduziert werden könnten. Hier beträgt der Anteil der Skeptiker nur 13 bzw. 14 Prozent.

Bessere Voraussetzungen für individuelle Leistungen

„Die Digitalisierung des Gesundheitsmarktes geht mit Riesenschritten voran. Das gilt sowohl für den professionellen Sektor, als auch den Konsumentenmarkt. Schon bald werden die Grenzen zwischen diesen Bereichen – insbesondere im Bereich der Prävention und der Nachsorge – verschwinden, denn die demographische Entwicklung der Gesellschaft und steigende Kosten der Gesundheitssysteme erfordern den Ausbau telemedizinischer Lösungen“, kommentiert Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, die Studienergebnisse. Er führt weiter aus: „Wichtig ist, dass nicht der Eindruck entsteht, dass die Gesundheit durch anonyme Technik bestimmt wird, denn das Gegenteil ist der Fall. Die Technik bietet verbesserte Voraussetzungen für persönliche, am individuellen Menschen orientierte Gesundheitsdienstleistungen.“

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