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Benchmark-Analyse von Capgemini Sinkende Steuereinnahmen erhöhen die Erwartungen an eGovernment

| Redakteur: Manfred Klein

In den Staaten der EU sowie Island, Norwegen, der Schweiz und Kroatien sind 71 Prozent der Behördendienstleistungen vollständig online umgesetzt. Dabei hat der durchschnittliche Umsetzungsgrad der Dienstleistungen, gemessen anhand einer fünfstufigen Skala, seit der letzten Messung im Jahr 2007 von 76 Prozent auf 83 Prozent zugelegt. Das zeigt die achte Benchmark-Studie zum eGovernment, die von Capgemini, dem Rand Europe Institut, dem Analystenhaus IDC und dem Dänischen Technologie Institut im Auftrag des Generaldirektoriats für die Informationsgesellschaft und Medien der EU-Kommission durchgeführt wurde.

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Die Bürger wissen, was bei eGovernment machbar ist und werden das auch von ihren Kommunen einfordern, so Tom Gensicke
Die Bürger wissen, was bei eGovernment machbar ist und werden das auch von ihren Kommunen einfordern, so Tom Gensicke
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit dem Jahr 2001 wird mit der Studienreihe der Fortschritt von eGovernment in der EU gemessen. Dafür werden gemäß Definition durch die EU-Kommission 20 grundlegende Service-Angebote der Öffentlichen Hand anhand von rund 14.000 Internetseiten von Behörden in 31 europäischen Staaten untersucht.

Hinsichtlich des Anteils der vollständig online umgesetzten Services zählen Österreich, Malta, Portugal, Großbritannien, Schweden und die Slowakei zu den führenden Ländern. Allerdings konstatiert die Studie eine deutliche Lücke zwischen der Verfügbarkeit von Dienstleistungen und der tatsächlichen Nutzung, vor allem durch die Bürger.

Die Untersuchung, die auf dem i2010-Policy-Aktionsplan der EU beruht, bietet laut Capgemini einen umfangreichen Einblick in die eGovernment-Landschaft Europas. Dabei werden sowohl der Stand der Online-Verfügbarkeit von Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen erhoben, als auch die Bemühungen hinsichtlich der elektronischen Beschaffung (eProcurement) sowie die Erfahrungen der Nutzer bewertet. Im nun vorgelegten Ranking konnten einige Länder den erreichten hohen Stand halten, während andere – wie beispielsweise Polen und Lettland – deutlich zulegten.

Die führenden Länder zeichnen sich jedoch durch eine Reihe von Gemeinsamkeiten aus. Diese sind: eGovernment ist Chefsache und wird von der Regierung unterstützt und gefördert, es herrschen klare Prioritäten und es existiert eine gute Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Institutionen.

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