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Verwaltungen fürchten demografischen Wandel Sinkende Bevölkerungszahlen forcieren eGovernment

Redakteur: Manfred Klein

Der demografische Wandel rüttelt die Öffentlichen Verwaltungen auf: Fast jede zweite Landes- oder Kommunalbehörde betrachtet die Bevölkerungsentwicklung als größte Herausforderung für die kommenden Jahre - eine deutliche Zunahme um 20 Prozentpunkte gegenüber 2008. So das Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2011 Public Services“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

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Der demografische Wandel zwingt die Verwaltung zum verstärkten Einsatz von Informationstechnologie
Der demografische Wandel zwingt die Verwaltung zum verstärkten Einsatz von Informationstechnologie
( Archiv: Vogel Business Media )

„Für die Öffentlichen Verwaltungen geht es zum einen darum, trotz sinkender Bevölkerungszahl das Dienstleistungsangebot aufrechtzuerhalten und zum anderen den eigenen Bedarf an Fachkräften zu decken“, sagt Peter Krolle, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting.

Gleichzeitig wird die Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft, Verwaltung und Alltag, noch stärker als Chance wahrgenommen als bisher. Beide Entwicklungen fördern den Ausbau von eGovernment. Denn mit dem absehbaren Mangel an Fachkräften und einer voraussichtlich geringeren Mobilität der Bevölkerung wächst die Bedeutung von automatisierten Verwaltungsabläufen und Internetangeboten.

So sehen unter dem Aspekt „IT-Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für Verwaltungen“ immerhin bereits fünf Prozent der befragten Verwaltungen den demografischen Wandel als Chance. Diesem Wert stehen jedoch auch 13 Prozent gegenüber, die darin ein großes Risiko sehen.

Es gelte daher, jetzt die Weichen zu stellen, um für den demografischen Wandel gewappnet zu sein. Der Druck, den die Bevölkerungsentwicklung ausübt, könne positiv in umfassende Verbesserungen der Strukturen und Aufgaben in Bund, Ländern sowie Kommunen umgesetzt werden, so Krolle. Gefragt seien technische Lösungen, mit denen sich die Aufgaben kosteneffizienter und ressourcenschonender abwickeln ließen.

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