QGroup meldet erfolgreiche Hacker-Angriffe im November

Sicherheitslecks in öffentlichen Einrichtungen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Im November wiesen öffentliche Einrichtungen wieder eklatante Sicherheitslücken auf
Im November wiesen öffentliche Einrichtungen wieder eklatante Sicherheitslücken auf (Bild: XtravaganT - Fotolia.com)

Im November haben Hacker es erneut geschafft, die Sicherheitsvorkehrungen in Behörden und öffentlichen Institutionen zu umgehen. Die Angriffe wurden vornehmlich unter dem Deckmantel des Hacker-Kollektivs „Anonymous“ ausgeführt und waren demnach vor allem politisch motiviert.

Hierzulande scheinen die Barrieren für Hacker im November hoch genug gewesen zu sein – oder es gab wenig Stoff für politische Widerrede. Im inner- und außereuropäischen Ausland hingegen verzeichnete der IT-Security-Anbieter QGroup wieder zahlreiche erfolgreiche Hacker-Angriffe auf öffentliche Einrichtungen.

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Eines der Opfer war das Verteidigungsministerium Estland. Anonymous Ukraine griff die Webseite per DDoS-Attacke an und unterstrich damit die Bemühungen der „Operation Independence“ nach einer Unabhängigkeit der Ukraine von Russland, der Nato und der EU.

Doch auch die Ukraine wurde erfolgreich angegriffen. Unbekannte hackten mehrere Webseiten der ukrainischen Regierung, entstellten sie und gaben als Verursacher die Nato-Cybercrime-Abteilung „Nato Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence“ mit Sitz in Estland an.

Ebenjene Nato-Organisation wurde zeitgleich attackiert. Erneut waren es Mitglieder von Anonymous Ukraine, die sich hier Zugang zur offiziellen Webseite verschafften.

Weitere Ziele

Auch Großbritannien meldete einen Angriff. Anonymous-Mitglieder hackten sich in das Funknetz des britischen Parlaments. Der Hack geschah während des von Anonymous organisierten Protestmarsches „Million Mask March“ gegen Korruption und Tyrannei. Dabei trugen die Hacktivisten Masken mit dem Abbild Guy Fawkes', der am 5. November 1605 ein Sprengstoff-Attentat auf den König und das englische Parlament geplant hatte.

Ebenfalls politischer Natur war ein Angriff auf die Internetseite der philippinischen Regierung. Verursacher auch hier: Anonymous. Die Seite wurde entstellt und mit einem Aufruf zur Unterstützung im geplanten Anti-Korruptionsprotest versehen.

Nicht politisch

Kaum politisch motiviert waren hingegen zwei Angriffe in Dänemark und den USA. So wurde die US-amerikanische Limousinen-Software-Firma „Corporate Car Online“ um persönliche Daten von etwa 850.000 Kunden erleichtert, darunter Promis wie Tom Hanks.

Der dänische Bezahldienst „Bitcoin Internet Payment Services“ wurde ebenfalls beraubt: Per DDoS-Attacke raubten die Angreifer Bitcoins im Wert von einer Million US-Dollar.

Eine Übersicht über die schlimmsten Hackerangriffe auf öffentliche Einrichtungen seit 2011 finden Sie in unsererBildergalerie. Wenn Sie die von der QGroup liebevoll gestalteten „Todesanzeigen“ gerne in gedruckter Form haben wollen, können Sie diese als Broschüre kostenlos bestellen.

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