Vernetzung im Gesundheitswesen

Sicherheit von Anfang an integrieren

| Autor: Ira Zahorsky

Die Patienten müssen nicht nur ihren Ärzten, sondern auch der Technologie vertrauen können.
Die Patienten müssen nicht nur ihren Ärzten, sondern auch der Technologie vertrauen können. (Bild: Hotwire PR)

Intel Security und das Atlantic Council haben einen Bericht zu den Chancen und Risiken vernetzter Geräte im Gesundheitswesen verfasst. Der Report gibt unter anderem Empfehlungen, wie die Sicherheitsrisiken minimiert, die Behandlung und Überwachung effektiver und dennoch die Lebensqualität der Patienten gesteigert werden kann.

Der Report „Internetfähige Geräte im Gesundheitswesen“ von Intel Security und dem Atlantic Council beleuchtet den Bereich des „Internets der Dinge“ (IoT), zu dem sowohl vernetzte medizinische Geräte als auch Fitness-Tracker und andere Wearables gehören. In Krankenhäusern, Arztpraxen und bei Krankenkassen werden immer mehr Daten erfasst und auch zwischen Geräten automatisch ausgetauscht. Die Behandlung und Überwachung sollen dadurch effektiver und kostengünstiger werden. Gleichzeitig soll die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Patienten gesteigert werden.

Risiken der Vernetzung

Doch das vernetzte Gesundheitswesen ist mehreren Risiken ausgesetzt. Dazu gehören der Diebstahl von persönlichen Informationen, vorsätzliche Manipulation oder Schädigung von Geräten, Netzzusammenbrüche und unvorhergesehenes Versagen.

Die drahtlose Verbindung der Geräte ist Voraussetzung für ihre Effektivität. Nutzer und Entwickler müssen dafür sorgen, dass unverschlüsselte medizinische oder finanzielle Daten nicht über offene Netzwerke übermittelt werden. Der Zugriff von Kriminellen auf medizinische Geräte kann lebensbedrohlich werden. Dennoch kümmern sich noch viel zu wenig User um die Zugangskontrolle. Auch muss eine sichere Lösung gefunden werden, die es medizinischem Personal in einer Notsituation dennoch erlaubt, auf das Gerät zuzugreifen.

Vertrauen erhalten

Die technische Komplexität der Geräte bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für unverhergesehenes Versagen. Dies ist jedoch unbedingt zu vermeiden, da das Vertrauen der Nutzer – einmal verloren – die Entwicklung des ganzen Technologiezweiges zum Erliegen bringen könnte. Zahlreiche Hersteller weigern sich auch aus Kostengründen, an neuen, sicheren Technologien zu arbeiten. Dieses Verhalten wird auch durch die Regulierungsbehörden unterstützt. Hier müsste die Politik eingreifen, um die Geräte-Sicherheit schon von Herstellerseite zu fordern. Genauso wichtig ist es, dass die Lösungen auch später noch in puncto Sicherheit upgedatet und repariert werden können.

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Systemweite Sicherheit

„Durch ein zunehmend vernetztes Gesundheitswesen rückt das Internet der Dinge auf einmal sehr nah an den Menschen heran“, sagt Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe, Intel Security. „Wenn ein vernetztes medizinisches Gerät wie eine Insulinpumpe mit einer Person verbunden ist, können die ausgetauschten Gesundheitsinformationen die Behandlung verbessern. Genauso einschneidend können aber auch die Folgen von Einbrüchen in die Privatsphäre oder die Netzwerke sein. Die Sicherheit sollte von Anfang an in das gesamte Gesundheits-Ökosystem integriert werden: vom Gerät über das Netzwerk bis ins Rechenzentrum.“ iz

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