SVC kooperiert mit Red Hat

Sicheres Umfeld für die Gesundheitskarte

| Redakteur: Susanne Ehneß

Verschlüsselt

Die GINA-Boxen verfügen über einen Intel-Atom-Prozessor, ein Gigabyte RAM sowie vier Gigabyte Flash-Speicher und enthalten die e-card-Applikation. Die Applikation wird einerseits benötigt, um mit dem e-card-Server kommunizieren zu können, und nutzt andererseits SOAP-basierte Schnittstellen beispielsweise zu der in den Praxen eingesetzten Arztsoftware. Aus Gründen des Datenschutzes gibt es laut Anbieter eine klare Trennung zwischen der e-card-Infrastruktur und der Arztsoftware.

Der gesamte Datenverkehr zwischen den GINA-Boxen und dem Rechenzentrum laufe verschlüsselt ab. Aus Gründen der Performance und Ausfallsicherheit werde das e-card-Rechenzentrum an zwei Standorten betrieben, die nach den Prinzipen des Load Balancing arbeiten. Die GINA-Boxen zeichneten sich dadurch aus, dass keine beweglichen Teile, wie etwa Lüfter, verbaut sind.

eHealth-Infrastruktur

Die GINA-Boxen mit den über der Red-Hat-Plattform gesteuerten Applikationen zählen zu den zentralen Elementen der österreichischen eHealth-Infrastruktur. Durch die Vereinheitlichung der Applikationsplattformen auf den GINA-Boxen und im Rechenzentrum haben sich viele Verwaltungsaufgaben vereinfacht, zweimal pro Jahr gibt es umfangreiche Updates. Hier erweist sich die durchgängige Infrastruktur als wichtiger Vorteil, denn es müssen dabei alle im Einsatz befindlichen rund 11.000 GINA-Boxen bei Ärzten und Apotheken aktualisiert werden.

Dazu gibt es ein ausgeklügeltes Rollout-Verfahren, um alle in einem Zeitfenster von wenigen Stunden über Nacht während der Arbeitswoche mit Softwareupdates von Red Hat, der Applikation und anderen Anwendungen zu versorgen. Die Server-Updates erfolgen am Wochenende.

Bei den halbjährigen Updates der GINA-Boxen zeigen sich die Vorteile der Application Platform im Vergleich zur Community-Version. Laut SVC enthält die Software alle notwendigen Technologien, um zuverlässige Java-Anwendungen zu entwickeln, zu implementieren und in hochverfügbaren Umgebungen zu betreiben. Zudem gebe es regelmäßige Aktualisierungen, allgemeine Verbesserungen, neue Funktionen und vor allem Sicherheitsupdates.

„Auf diese Zusicherungen bezüglich Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität sind wir in einem sehr sensiblen Bereich wie dem Gesundheitswesen absolut angewiesen. Ohne sie geht es nicht“, betont Schügerl.

Im Rahmen eines Proof of Concept will SVC evaluieren, ob statt einer eigenen Debian-Distribution zukünftig „Red Hat Enterprise Linux“ auf den GINA-Boxen eingesetzt werden kann. Aufgrund vieler proprietärer Hardware-naher Treiber in der aktuellen Hardware-Generation sei das momentan nicht möglich.

Ergänzendes zum Thema
 
Die zentralen Elemente der e-card-Infrastruktur:

Mit der kommenden, Ende 2015 verfügbaren Produktgeneration wird auf standardisierte Hardware geachtet, und daher sollten Red Hats Linux und eventuell auch Systemmanagement-Lösungen von Red Hat einsetzbar sein.

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