Automatisierung mit RFID

Sichere Rückverfolgung von Risikoabfällen

| Autor: Ira Zahorsky

Fast 19.000 Tonnen Abfälle werden jedes Jahr auf dem Gelände von Suez Créteil zerstört
Fast 19.000 Tonnen Abfälle werden jedes Jahr auf dem Gelände von Suez Créteil zerstört (Bild: Inotec)

Gesetzliche Vorgaben regeln die Entsorgung risikobehafteter Abfälle aus Gesundheitswesen, Krankenhaus, Laboratorien, Industrie oder Forschung. RFID-Label, die den hohen Ansprüchen genügen, können in diesen Bereichen eingesetzt werden.

Fallbeispiel Verbrennungsanlage Créteil, Frankreich: die internationale Unternehmensgruppe Suez setzt RFID-Label von Inotec ein, um den Transport von Risikoabfällen und ihre Verwertung lückenlos zu dokumentieren und die logistischen Prozesse optimal zu gestalten.

Zunächst wurden mehr als 6.000 Abfallbehälter mit passiven UHF-Tags ausgestattet, die bis zu einer Entfernung von fünf Metern gelesen werden können und höchster Beanspruchung standhalten sollen: Hard Tags für Metallbehälter und hochwertige Klebeetiketten für die Behälter aus Kunststoff. So kann jeder Behälter eindeutig identifiziert werden. Im Tag selbst und in der Datenbank sind alle wichtigen Informationen gespeichert, wie zum Beispiel das Leergewicht.

Innerhalb der Verbrennungsanlage wurden RFID-Antennen installiert, um die Behälter berührungslos zu identifizieren. Alle Schritte – Ermittlung des Abfallgewichts, Lagern, Leeren, Reinigen, LKW-Verladung – werden an das System übermittelt, dokumentiert und von ihm gesteuert. Den Kunden stehen alle Informationen über eine geschützte Online-Plattform zur Verfügung.

In der zweiten Phase des Projekts wurde die Rückverfolgbarkeit auf die Abfallsammlung ausgedehnt. Die Krankenhäuser als Abfallproduzenten erhielten jeweils einen eigenen RFID-Code und Suez stattete jeden Fahrer mit einer MDE (Maschinendatenerfassung) und einem RFID-Reader mit 3G aus, um die Touren und Datensammlung in Echtzeit zu verwalten. Die Behälter wurden sowohl beim Beladen des LKW als auch bei ihrer Ankunft in der Verbrennungsanlage automatisch gewogen.

„Heute können wir die Herkunft des Abfalls zu 100 Prozent identifizieren, seine gesamte Reise verfolgen: zu wem gehört er, wann wurde er eingesammelt, wann kam er bei uns an und wann wurde er vernichtet“, erklärt Adrien Chevalier, Leiter Einkauf und Planung bei Suez.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43837848 / Facility/Vernetzung)