Instant-Messaging Sichere Kommunikation in Behörden und Unternehmen

Autor: Julia Mutzbauer

Um sich mit anderen Organisationen auszutauschen, kommen in vielen Unternehmen immer noch privat genutzte Messenger-Dienste zum Einsatz, die datenschutzrechtlich problematisch sind. Der Messenger-Anbieter Teamwire bietet deshalb nach eigener Darstellung eine interoperable und sichere Lösung für den Informations- und Kommunikationsaustausch an.

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Über die Messaging-Lösung von Teamwire können sich zum Beispiel Polizeidirektionen untereinander austauschen
Über die Messaging-Lösung von Teamwire können sich zum Beispiel Polizeidirektionen untereinander austauschen
(© Teamwire)

Tobias Stepan, Gründer und Geschäftsführer von Teamwire, erläutert, dass sich mit der „Teamwire Föderation“ die Kommunikation von Organisationen aus zahlreichen Branchen, etwa Behörden, BOS, Kliniken und Finanzdienstleister, über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg verknüpfen lasse. Und dies „bei höchster Sicherheit, absoluter Datensouveränität und maximaler Produktivität“.

Laut Hersteller erfolgt die Anwendung zu 90 Prozent im Backend und lässt sich sowohl über ein On-Premises- als auch Private Cloud-Deployment umsetzen. Um sie zu aktivieren, muss der IT-Administrator ein Föderations-Profil über das Dashboard erstellen. Dieses umfasst den öffentlichen Mandanten-Namen, die Mandanten-URL, einen Private Key und Public Key. Dies sei erforderlich, um die verschiedenen Server sicher miteinander zu verbinden. Dabei müsse die Integration in beide Richtungen erfolgen. „Nach Adaptierungen in der IT-Infrastruktur müssen die jeweiligen IT-Administratoren den Public Key der anzukoppelnden Organisation im Dashboard eingegeben, um die Föderierung der Unternehmen beziehungsweise Server-Netzwerke einzurichten“, führt der Anbieter aus.

Erst wenn der Austausch der Public Keys erfolgt ist, kann der IT-Administrator ausgewählte Nutzer für die Kommunikation mit der föderierten Organisation freischalten. Daraufhin können diese über den Messenger in Form von Text- und Sprachnachrichten kommunizieren sowie Bilder, Dokumente und Videos übermitteln. Dabei hat der IT-Administrator jederzeit die Hoheit über die Nutzerverwaltung, also welche Nutzer und Kreise föderiert werden und welche nicht, versichern die Entwickler.

Weitere Sicherheitsebenen, etwa der Schutz von Chats über den Private Key, seien ebenfalls umgesetzt. Darüber hinaus werden sämtliche Nachrichten auf dem Backend der Organisation A als auch B gespeichert und archiviert. So löse das neue System nach Herstellerangaben nicht nur die kommunikativen Grenzen zwischen Unternehmen auf, sondern erfülle stets die individuellen Compliance-Richtlinien der jeweiligen Organisation.

„Zugleich agieren föderierte Server als dezentrales Netzwerk und sind somit widerstandsfähiger gegen Hackerangriffe. Denn im Worst-Case fällt nur der attackierte Server aus. Bei einer Cloud-Lösung wären alle angebundenen Unternehmen betroffen“, betont das Messaging-Unternehmen.

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Redaktion, eGovernment Computing