Der neue Personalausweis

Sichere elektronische Identität für jedermann

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Wie funktioniert der eID-Nachweis?

Die für die beschriebenen Dienste notwendigen Daten, wie zum Beispiel den Namen und die Anschrift des Ausweisinhabers, stellt der neue Personalausweis bereit – jedoch nur mit Einwilligung des Ausweisinhabers. Da solche Daten häufig für die Erstregistrierung, zum Ausfüllen von Formularen und Anträgen oder zum Abschluss von Verträgen erhoben werden, damit der entsprechende Dienst überhaupt angeboten werden kann, bringt der neue Personalausweis auch hier mehr Komfort für den Anwender. Die Informationen werden mit der eID-Funktion sekundenschnell und fehlerfrei übertragen.

Mit der eID-Funktion können sich sowohl Nutzer als auch Diensteanbieter sicher sein, dass ihr Gegenüber derjenige ist, für den er sich ausgibt. Auf Nutzerseite gewährleistet dies die schon die Anwendung der eID-Funktion, denn sie setzt den Besitz des Dokuments und das Wissen der Geheimnummer voraus. Aber auch der Diensteanbieter muss seine Identität bestätigen. Nur solche Anbieter, die von der stattlichen Vergabestelle für Berechtigungszertifikate (VfB) geprüft worden sind, erhalten überhaupt die technische Möglichkeit, die Ausweisdaten ihrer Nutzer abzufragen. Die VfB prüft bei jedem einzelnen Dienst, ob er sich an die Datenschutzbestimmungen hält. Sie entscheidet außerdem, auf welche Datenkategorien des Personalausweises der Diensteanbieter Zugriff erhält. Welche Vorteile die Nutzung der eID-Funktion bietet, lässt sich gut am Beispiel Online-Einkauf aufzeigen:

  • Der Nutzer sucht bei einem Online-Händler ein Produkt zum Kauf aus.
  • Der Händler benötigt für den Vertragsabschluss, zur Rechnungsstellung und zum Zusenden der Ware den Namen, Vornamen und die Anschrift des Nutzers.
  • Diese Informationen können mithilfe der eID-Funktion übermittelt werden.
  • Der Online-Händler überträgt sein staatliches Berechtigungszertifikat. Der Computerchip im Personalausweis prüft, ob es gültig ist.
  • In einem Formular am PC kann abgelesen werden, welche Datenkategorien der Online-Händler aus dem Ausweis abfragen will. Diese Auswahl kann vom Anwender beliebig eingeschränkt werden.
  • Mit der Eingabe der Geheimnummer wird die Übertragung der Daten bestätigt. Der Kaufvertrag wird aber erst durch eine separate Willenserklärung endgültig geschlossen.
  • Das System des Online-Händlers überprüft, ob der Personalausweis des Nutzers gültig ist.
  • Durch einen Abgleich mit einer Sperrliste wird sichergestellt, dass der Personalausweis nicht als verloren oder gestohlen gemeldet ist.
  • Danach werden die freigegebenen Daten verschlüsselt an den Online-Händler übertragen.
  • Der Verkäufer empfängt die Daten. Im Regelfall wird noch einmal die Gelegenheit gegeben, sie zu überprüfen.
  • Der Vertrag mit dem Onlinehändler kommt – wie bisher auch – erst dann zustande, wenn die die Bestellung durch den Nutzer final bestätigt wird.

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