Niedersachsen

Shared Service senken Kosten und steigern die Qualität

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Das Betreibermodell

Besonders stolz ist man in Niedersachsen auf das ausgetüftelte Betreibermodell, das extra für das neue Kommunikationsnetz entwickelt wurde (siehe dazu auch das Interview mit CIO Christoph Lahmann). In diesem Konstrukt übernimmt der Auftragnehmer (Generalunternehmer) auf Weisung des LSKN die Beschaffung, Bereitstellung, Inbetriebnahme und Betriebsunterstützung für die Komponenten des künftigen NI-NGN (Niedersachsen – Next Generation Network). Der Umfang der Betriebsunterstützung, zum Beispiel in den Bereichen Überwachung, Wartung und Entstörung, wird nach wirtschaftlichen und sinnvollen organisatorisch sowie technischen Möglichkeiten auf der Basis von ITIL-Prozessen vereinbart. Alle Leistungen sollen dabei aus einer Hand bezogen werden. Davon erhoffen sich die Verantwortlichen eine drastische Reduzierung des Aufwands für die Koordinierung. In den Dienststellen der Landesverwaltung ist kein Personal für diese Aufgaben mehr erforderlich, im LSKN entsteht nur ein geringer zusätzlicher Bedarf. Und gegenüber dem Generalunternehmer vertritt das LSKN als alleiniger Ansprechpartner alle Dienststellen.

Das vom Land schon im Vorfeld der Ausschreibung entwickelte Betreibermodell soll auch sicherstellen,

  • dass keine Beschaffung von IT- und TK-Komponenten in LSKN-Verantwortung mehr erforderlich ist,
  • dass die LSKN-Mitarbeiter von Betriebsaufgaben entlastet werden,
  • dass das Land die Steuerung, die Kontrolle und Aufgaben der Planung über Eigenschaften und technologische Ausprägung der TK-Infrastruktur behält,
  • dass eine gleichbleibende und nachweisbare Qualität der TK-Infrastruktur gesichert ist,
  • dass die Kosten im Vergleich zur heutigen Situation deutlich sinken und
  • dass vertraglich gewährleistet ist, dass der Portpreis über die Laufzeit des Vertrages marktgerecht ist.

Darüber hinaus soll das Verfahren garantieren, dass die Abrechnung für die Nutzung der TK-Infrastruktur sehr vereinfacht und damit eine Kontrolle der Gesamtkosten deutlich erleichtert wird.

Für die Einführung ist nun ein Zeitraum von insgesamt drei Jahren bis Ende 2012 eingeplant. Angestrebt werden qualitative Verbesserungen und deutlich steigende Bandbreiten bei der Datenübertragung.

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