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Verwaltungsmodernisierung Serviceorientierte Architektur für die Öffentliche Verwaltung

| Autor / Redakteur: Linda Strick / Gerald Viola

Verwaltungsmodernisierung – wie kann es effizient, sicher und schnell gelingen, die Auflagen der Bundesregierung und der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie bis 2009 zu realisieren? Die Diskussion um die Gestaltung der Anwendungslandschaft wird heute von dem Schlagwort service-orientierte Architektur (SOA) geprägt.

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Ausschnitt eines im Labor laufenden BPEL-Prozesses mit angebundenen Fachverfahren (Quelle: Fraunhofer FOKUS)
Ausschnitt eines im Labor laufenden BPEL-Prozesses mit angebundenen Fachverfahren (Quelle: Fraunhofer FOKUS)
( Archiv: Vogel Business Media )

Obwohl SOA derzeit in aller Munde ist, zeigen aktuelle Studien, dass wenig wirkliche Erfahrung in Projekten vorliegt, dass Unsicherheiten im Hinblick auf offene versus proprietäre SOA-Lösungen bestehen und die Integration von Geschäftsprozessen und IT-Technologie ein oftmals noch steiniger Weg ist. Aus diesem Grund hat Fraunhofer FOKUS gemeinsam mit namhaften Industriepartnern das hersteller-, produkt- und technologie-unabhängige SOA-Labor für serviceorientierte Architekturen errichtet.

SOA-Misere

Laut einer Umfrage1 der US-Ausgabe der Information Week hat nur jedes zehnte befragte Unternehmen mit SOA-Projekten seine eigenen Erwartungen übertroffen, 58 Prozent liegen im Rahmen der gesteckten Ziele und knapp ein Drittel (32 Prozent) der Befragten sehen ihre Erwartungen nicht erfüllt. SOA wird von den Software-Herstellern als Lösung dargestellt, die Unternehmensorganisation flexibler und die Infrastruktur einfacher zu gestalten. So gaben 69 Prozent der Befragten an, dass einige Ziele erreicht wurden – 15 Prozent der Teilnehmer melden hierbei eine komplette Verfehlung. Unternehmensziele, die mit SOA angestrebt wurden, waren:

  • Standardisierung (63 Prozent,)
  • Kostensenkung (62 Prozent),
  • Automation von Geschäftprozessen (56 Prozent),
  • verbesserte Leistung der Anwendungen (43 Prozent) und
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit (38 Prozent).

Vor allem das anvisierte Ziel einer Vereinfachung konnte nur selten erreicht werden – bei mehr als der Hälfte (58 Prozent) der Umfrageteilnehmer führten SOA-Projekte sogar zu mehr Komplexität. 30 Prozent gaben an, dass die neue Infrastruktur zu gestiegenen Kosten führe.

(ID:2008616)