80.000 Euro Ersparnis allein in der Hardware

Servervirtualisierung am Universitätsklinikum Aachen

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Bereits genutzt wurde VMware Software für die Virtualisierung einiger Testsysteme. Allerdings war eine breitere Virtualisierung der Produktionsworkloads aufgrund der hohen Lizenzkosten von VMware nicht möglich. „Ziel war der Einsatz einer kostengünstigen Virtualisierungslösung, die Verringerung der Kosten insgesamt und die Bereitstellung der erforderlichen Dienstleistungen”, so Peter Asché, Kaufmännischer Direktor und Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes am Universitätsklinikum Aachen.

Neben der Kostenersparnis wurde auch die Verbesserung des Supports und vereinfachte Verwaltung des Rechenzentrums angestrebt. „Unser Ziel war die Bereitstellung eines Rund-um-die-Uhr-Supports. Allerdings war dies ohne eine komplett virtualisierte Infrastruktur unmöglich“, so Oliver Kuhl, Gruppenleiter Zentrale IT-Dienste. „Wir wollten eine Virtualisierungssoftware, die unsere auf Windows geschulten IT-Mitarbeiter problemlos verwalten konnten.“

Zudem wurde auch die Verringerung der Kosten für die Datenbanksoftware von Oracle in der SAP-Umgebung angestrebt. Um SAP mit Oracle zu virtualisieren, hätte das Klinikum aber eine speziell gebündelte Version der Datenbank für knapp 17.000 Euro lizensieren und darüber hinaus zusätzlich Hardware erwerben müssen.

Alles in allem konnten die IT-Mitarbeiter aufgrund der nicht vorhandenen Virtualisierung nicht ausreichend auf die Anforderungen des Klinikbetriebs reagieren. „Permanent und kurzfristig erreichen uns Anforderungen für viele unterschiedliche Serverkonfigurationen”, so Axel Blum, Bereichsleiter IT-Services am UKA. „Bisweilen konnten wir aber die Anforderungen der administrativen Anwender und Wissenschaftler nicht oder nur innerhalb von Wochen oder sogar Monaten erfüllen, da uns kein Budget für den Erwerb von Servern zur Verfügung stand.“

Um Kosten zu verringern, startete das Klinikum 2008 die Standardisierung der Rechenzentrums-Infrastruktur auf Basis von Microsoft Technologien. Zunächst wurde Lotus Notes durch Microsoft Exchange Server 2007 ersetzt. Nachdem das Exchange-Server-Projekt sehr zufriedenstellend verlaufen war, zeigte Microsoft Axel Blum und seinen Kollegen im Rahmen eines Workshops Möglichkeiten zur Optimierung der Infrastruktur auf. Dabei demonstrierte das Microsoft-Team, dass eine breitere Virtualisierung für die weitere Verringerung der Kosten erforderlich ist.

Gleichzeitig präsentierte Microsoft die Virtualisierungstechnologie Hyper-V mit dem Windows Server 2008-Betriebssystem. „Von Hyper-V waren wir begeistert, da wir Software von Microsoft gerade am Klinikum als Standard einführten und bereits viel Erfahrung damit hatten“, so Wolfgang Nöldechen, SAP-Administrator am UKA. „Die meisten Mitarbeiter in meinem Team sind in Windows geschult. Zudem laufen unsere Server auf Windows Server. Auch unsere Verwaltungswerkzeuge sind auf Windows Systeme ausgerichtet, und der Support von Windows funktionierte hervorragend.”

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