Heidelberg baut GamesHub Serious Games für den Health- und Lifescience-Bereich

Autor Ira Zahorsky

In Heidelberg entsteht ein GamesHub. In diesem Zentrum können Gründerteams aus der Gamesbranche Lernspiele für den Bereich Gesundheit und Lebenswissenschaften entwickeln. Das Zentrum wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit 110.000 Euro gefördert.

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Das Potenzial der Gamesbranche kann sich über Serious Games auch in anderen Branchen entfalten.
Das Potenzial der Gamesbranche kann sich über Serious Games auch in anderen Branchen entfalten.
(© Kara - stock.adobe.com)

„Die Universitätsstadt Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar sind als starker Standort der Bio- und Medizintechnologie sowie der Gesundheitsbranche bekannt. Mit dem neu geschaffenen GamesHub möchten wir die Games-Branche und ihre kreative Arbeitsweise mit dem Motor unserer Region zusammenbringen und innovative Neugründungen und Ansiedlungen von Games-Unternehmen fördern“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Im GamesHub sollen Startups die Gelegenheit bekommen, so genannte Serious Games (Lernspiele) zu entwickeln und sich mit den in und um Heidelberg ansässigen Einrichtungen und Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik sowie der Gesundheitsbranche zu vernetzen.

Ausstattung und Vernetzung

Die Entwicklung der Serious Games soll vor allem die Simulation von Prozessen, für Schulung, Rehabilitation und Weiterbildung im Bereich Bio- und Medizintechnologie und Gesundheitswirtschaft in den Mittelpunkt stellen. Bis zu fünf Teams werden von einer Fach-Jury für das Projekt ausgewählt. Noch im März wird der Projektkoordinator ausgeschrieben. Voraussichtlich ab Sommer 2021 können die ausgewählten Teams im GamesHub einziehen.

Dieser soll technisch voll ausgestattete Arbeitsplätze und eine Vor-Ort-Betreuung durch den Koordinator bekommen. Außerdem wird es speziell abgestimmte Netzwerkmöglichkeiten und Qualifizierungsangebote geben. Der GamesHub soll als Anlaufstelle für die Umsetzung von Gaming- und Gamification-Projekten dienen.

Serious Games gewinnen in vielen Bereichen an Bedeutung.

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister von Heidelberg

„Die Games-Branche zeigt sich nicht erst seit dem Fortschreiten der Digitalisierung als Vorreiter in Sachen digitaler und innovativer Techniken, Arbeitsweisen und motivierender Mechaniken. Der neue GamesHub bietet eine sehr gute Möglichkeit, das besondere Knowhow der Kreativ- und Gamesbranche in Innovationsprozesse anderer Branchen wie der Medizintechnik einzubringen“, freut sich Carl Bergengruen, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) Baden-Württemberg.

Förderung

In Baden-Württemberg sind laut den aktuellsten Zahlen des Verbands der deutschen Games-Branche game mehr als 60 Unternehmen als Entwickler oder Publisher im Games-Markt tätig. Die Games-Industrie ist eine der elf Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Land und MFG setzen sich seit Jahren dafür ein, die Games-Branche in Baden-Württemberg zu stärken.

Die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) ist Partner der MFG beim Aufbau des GamesHubs Heidelberg. „Gamification spielt in immer mehr Anwendungsfeldern eine wichtige Rolle – so auch im Gesundheitssektor, zum Beispiel bei der Unterstützung von Rehabilitationsmaßnahmen. Die HdM hat hier mit ihrem Games-Institut zahlreiche Projekte mit großem Erfolg realisiert“, begründet Rektor Prof. Dr. Alexander Roos die Zusammenarbeit.

Der GamesHub Heidelberg wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aus Mitteln des Medienimpulsprogramms des Landes (MIP) mit 110.000 Euro gefördert.

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