Berlins Open-Data-Initiative

Senat stellt kostenloses 3D-Modell der Stadt zur Verfügung

| Redakteur: Manfred Klein

Stadt-und Spieleentwicklung mit 3D-Datensatz
Stadt-und Spieleentwicklung mit 3D-Datensatz (Bild: Stadt Berlin)

Egal ob Wissenschaftler, Spieleentwickler, Städteplaner, Architekten, Grafiker oder Wirt­schaftspolitiker – vom kostenlosen Download eines 3D-Modells der Stadt Berlin profitieren alle. Das 3D-Stadtmodell ist ein Projekt der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Die Bundeshauptstadt Berlin will mit dem 3D-Modell eine europaweit führende Rolle in der Digitalwirtschaft dokumentieren.

Internetnutzer konnten zwar auch schon bisher mit dem Modell des Business Location Centers von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie das Berliner Stadtgebiet realitätsgetreu online erkunden – mit dem nun auf den Open-Data-Prinzipien zur Verfügung gestellten neuen Datensatz können sie den Datensatz auch für eigene Projekte nutzen.

Egal ob Wissenschaftler, Spieleentwickler, Städteplaner, Architekt oder Grafiker – das großflächige Modell Berlins steht allen kostenloser Download zur Verfügung.

Für das digitale Modell wurden rund 550.000 Gebäude auf 890 km² Stadtgebiet aus der Luft fotografiert und vermessen. Nun erfolgt die Bereitstellung der 3D-Gebäudedaten des Stadtmodells über ein webbasiertes Serviceportal im Rahmen der Open-Data-Initiative des Landes Berlin. Das Open Data Modell soll User in die Lage versetzen, sowohl die originären CityGML-Daten für das gesamte Stadtmodell als auch für Teilbereiche der Stadt zu beziehen und für eigene Zwecke weiterzuverarbeiten.

Über eine Serviceschnittstelle können einzelne Gebäude oder Teilbereiche in unterschiedlichen 3D-Datenformaten ausgewählt und heruntergeladen werden. „Für technologiebasierte Unternehmen, Startups der Digitalwirtschaft wie auch Wissenschaftseinrichtungen bietet das Modell eine einmalige Grundlage für Forschung und Entwicklung. Berlin als digitale und innovative Stadt baut mit dem Modell seine Vorreiterrolle in Europa aus“, sagt Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Für Prof. Dr. Jürgen Döllner, Leiter des Lehrstuhls für Computer­grafische Systeme am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, bietet das Stadtmodell eine einzigartige Datenbasis: „Wir planen, das Berliner 3D-Stadtmodell bei der Erforschung und Entwicklung von Verfahren und IT-Lösungen für die Visualisierung und Analyse von 3D-Raummodellen einzusetzen. Konkret wollen wir das Modell im Bereich 'Urban Analytics' als Basis für die Kommunikation von komplexen raumbezogenen Daten und Prozessen verwenden.“

Das 3D-Stadtmodell ist ein Projekt der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH. Im Rahmen der Open Data Initiative des Landes Berlin stellt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung die LoD2 Gebäudedaten und die im Jahr 2013 erfassten digitalen Oberflächenmodelle zum freien Download zur Verfügung.

Hier geht es zum 3D-Stadtmodell.

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