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Bitkom schlägt Alarm

„Seit Jahren keine Fortschritte bei eGovernment-Nutzung“

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Dr. Pablo Mentzinis, beim Branchenverband Bitkom für den Bereich eGovernment zuständig, sieht jedoch Möglichkeiten den Negativtrend aufzuhalten: „Wir sollten zunächst nach den Ursachen forschen. Ein Grund ist mangelnde Information. Viele Bürger wissen schlicht nicht, welche Online-Angebote es gibt. Wenn die Verwaltung neue elektronische Dienste einführt, muss darüber breit informiert werden.

Werbung zum Beispiel für die umfangreichen Möglichkeiten des neuen elektronischen Personalausweises gab es nicht.“

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Und im Koalitionsvertrag sei zwar geplant „die 100 wichtigsten und am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen innerhalb der nächsten vier Jahre bundesweit einheitlich online anbieten“. Ohne Information über und Werbung für diese neuen Services werde es aber nicht gehen.

Mentzinis weiter: „Ein weiterer Grund ist mangelnder Komfort. Bürger erwarten, dass auch Behördengänge so einfach gehen wie andere Geschäfte im Internet. Leider stehen dem aber noch oft gesetzliche Bestimmungen entgegen, die zum Beispiel ein unterschriebenes Formular verlangen.“

Und schließlich hinke die Verwaltungs-IT auch technologisch hinterher. Im Vergleich zur IT der Wirtschaft, die auf mobile Lösungen, Social Media, Cloud Computing und Big Data setze, stammten die IT-Lösungen der Verwaltung eher aus dem Technikmuseum.

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