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eGovernment mit Facebook-Party Seehofer lädt Facebook-Fans in Münchner Nobeldiskothek P1 ein

| Redakteur: Gerald Viola

Wenn alle kommen, wird's sehr, sehr eng: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat seine Facebook-Fans (knapp 7.000 derzeit) in die Münchner Nobeldiskothek P1 eingeladen. Die Piratenpartei hat zugesagt, der Innenminister hatte kürzlich noch vor Facebook-Partys gewarnt.

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Seehofer lädt zur Facebook-Party in die Nobeldisco P1
Seehofer lädt zur Facebook-Party in die Nobeldisco P1

Seehofer auf seiner Facebook-Seite, die nach der Party-Einladung schon rund 2.000 neue Fans gefunden hat: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir auf meiner Facebook-Seite direkt miteinander in Kontakt sind und meine Fangemeinde jeden Tag wächst. Jetzt möchte ich möglichst viele von Euch persönlich kennenlernen. Deshalb lade ich Euch alle am 8. Mai zu einer Fanparty ins P1 nach München ein. Bis dahin eine gute Zeit!“

Und es ist ganz einfach: Wer auf den „Gefällt mir“-Button auf Seehofers Facebook-Seite klickt, darf am Dienstag kostenlos in die Münchner Diskothek. Seehofer ist nach CSU-Angaben der erste Spitzenpolitiker in Deutschland, der eine Facebook-Party veranstaltet.

„Wir freuen uns, dass die CSU langsam die Bedeutung der sozialen Netzwerke erkennt. Statt Facebook-Partys als Teufelszeug verbieten zu wollen, selbst eine zu veranstalten, ist ein sehr mutiger Schritt“, erklärte Piraten-Landeschef Körner. Er hoffe nur, dass der CSU die Party nicht aus dem Ruder laufe. „Sowas soll schon ab und an vorgekommen sein.“

Und genau davor hatte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit anderen Landesinnenministern erst kürzlich gewarnt.

Herrmann sagte, dass aus einer harmlosen Geburtstagseinladung schnell ein „massives Sicherheitsproblem“ mit unabsehbaren Folgen werden könne. Für den Einladenden entstünden manchmal „immense Kosten“, weil das Ziel solcher „Partygäste“ oft nur Randale und Zerstörung sei.

„Wird wegen Straftaten ermittelt, muss der Verursacher womöglich auch die Kosten des Polizeieinsatzes zahlen“, sagte Hermann.

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