Studie über mHealth App Publishing

Sechs versteckte Erfolgsfaktoren

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

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Will man finanziell erfolgreiche Publisher mobiler Gesundheits-Apps von weniger erfolgreichen Publishern unterscheiden, so kann man feststellen, dass sich beide Gruppen hinsichtlich sechs versteckter Faktoren unterscheiden. Das zeigt eine Studie über mHealth App Publishing, die vor Kurzem von „research2guidance“ veröffentlicht wurde.

Der Erfolg einer App kann über einige offensichtliche Faktoren gesteuert werden: Design der App, ihrer Nutzerfreundlichkeit oder guten Bedienbarkeit, einer umfangreichen Funktionalität, der Promotion im jeweiligen App-Store und natürlich dem richtigen Marketing. Ob eine App erfolgreich ist oder nicht, hängt damit von den genannten Faktoren ab sowie von einem guten Verständnis über App-Entwicklung, von der Höhe des Marketing-Budgets – und last but not least von einer gewissen Portion Glück.

Neben den genannten offensichtlichen Faktoren, die eine App kommerziell erfolgreich machen, gibt es weitere, weniger offensichtliche Faktoren, die den Erfolg einer mobilen Gesundheits-App ausmachen.

Die sechs versteckten Erfolgsfaktoren für mHealth App-Publishing sind:

  • Ein klare Präferenz für „Service“ als Geschäftsmodell: Mehr als ein Drittel der App-Publisher, die mindestens eine Million Dollar Umsatz gemacht haben, setzen auf Service als Haupteinnahmequelle. Dazu zählen Monitoring und Beratung ebenso wie einfache Dienste wie Bild-Sharing. Finanziell weniger erfolgreiche App-Publisher konzentrieren sich auf bezahlte Downloads als Haupteinnahmequelle.
  • Großes App-Portfolio: Die erfolgreichen App Publisher haben zu 35 Prozent 20 oder mehr Apps in ihrem Portfolio – im Vergleich zu lediglich 16 Prozent bei den „Gering-Verdienern“. Das größere Portfolio ermöglicht ihnen, Cross-Selling-Potenzial zu nutzen und Risiken besser auszugleichen.
  • Mehr Erfahrung im Markt: Ein Anteil von 60 Prozent der erfolgreichen App-Publisher sind im Durchschnitt bereits seit vier Jahren am Markt tätig. Dies ist doppelt so lange wie die finanziell nicht oder weniger erfolgreichen mHealth App-Entwickler. Dieser Erfahrungsvorsprung zahlt sich für die Gruppe der Millionäre in barer Münze aus.
  • Umfangreiche Nutzung von APIs: Die Gruppe der „Millionäre“ nutzt zu einem signifikant höheren Anteil medizinische APIs (oder plant, sie zu nutzen). APIs ermöglichen den Zugriff auf allgemeine Gesundheitsinformations-Datenbanken (beispielsweise Medikamente, Lebensmittel, Krankheit), auf persönliche Patientenakten (zum Beispiel Kalorienzufuhr, Schrittzähler, Gewicht), auf medizinische Geräte von Drittanbietern (Blutzuckermessgerät, Blutdruckmessgerät) oder auf Gesundheits-Tracker von Drittanbietern (Herzfrequenz-Messgeräte, Schrittzähl-Armbänder). Dank dieser APIs hat die Gruppe der Millionäre einen besseren Zugang zu Informationen, welche den Nutzern großen Mehrwert bieten können und es App-Entwicklern erlauben, sich bei der Entwicklung der App auf die Kernfunktion zu konzentrieren.
  • Größere Nutzung von App-Entwicklungs-Tools: Die Gruppe der Millionäre nutzt in höherem Maße Tools, die die Entwicklung, Leistungsüberwachung und Monetarisierung ihrer Apps unterstützen. Diese Tools umfassen Werbenetzwerke, App-Analyse, Cross Platform-Entwicklung, Performance, soziale Netzwerke und Speicherung.
  • Klare Präferenz für iOS als wichtigste Plattform: Die Gruppe der Millionäre hat eine klare Präferenz für iOS als primäre mobile Plattform (75 Prozent iOS gegenüber 20 Prozent Android). Ihre Vorliebe für iOS -Plattform ist mehr als doppelt so hoch wie die iOS-Plattform-Präferenz der Geringverdiener. Die Wahl von iOS als Betriebssystem zahlt sich aus. Trotz beeindruckender Wachstumszahlen von Android bietet iOS immer noch das bessere Umsatzpotenzial für Gesundheits-Apps.

Studie läuft bereits im vierten Jahr

Die Ergebnisse stammen aus der Studie mHealth App Developer Economics 2014 von research2guidance, die in Kooperation mit Continua Healthcare Alliance und HIMSS durchgeführt wurde. Für die Studie, die bereits in vierten Jahr läuft, wurden über 2000 mHealth App Entwickler befragt. Der kostenlos erhältliche Bericht beinhaltet den aktuellen Stand und die Zukunft des des mHealth App-Publishing.

Im letzten Jahr haben 5,1 Prozent der mHealth App-Publisher mit ihrem App-Portfolio eine Million Dollar oder mehr verdient („Millonäre“). Andererseits hat die überwiegende Mehrheit (68 Prozent) 10.000 Dollar oder weniger verdient („Low -und No-Verdiener“).

„Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass kommerziell erfolgreiche mHealth App-Entwickler mehr Erfahrung besitzen, was sich in einer besseren Strategie widerspiegelt“, erklärt Ralf-Gordon Jahns, Geschäftsführer von research2guidance.

Die Studie „mHealth App Developer Economics“ von research2guidance ist ein Business-Leitfaden für Unternehmen im Healthcare-Bereich: traditionelle Gesundheitsunternehmen, mHealth-Spezialisten sowie für Mobilfunkbetreiber, die sich im Bereich mobile Gesundheit engagieren möchten.

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