Krankenwagen senden lebensrettende Echtzeit-Daten

Schweden vernetzt Rettungswagen mit Klinik

| Autor: Ira Zahorsky

Schwedische Krankenwagen funken künftig alle Daten direkt an die Rettungsstelle im Krankenhaus
Schwedische Krankenwagen funken künftig alle Daten direkt an die Rettungsstelle im Krankenhaus (Bild: fotonen - Fotolia.com)

In Stockholm soll die Klinik beziehungsweise die Notaufnahme ab sofort schneller auf das Eintreffen der Rettungswägen vorbereitet sein.

Rund 100 Rettungswägen hat die schwedische Stadt Stockholm mit neuen lebensrettenden IT-Systemen ausgestattet. Die Technik soll Rettungswagen künftig in Echtzeit mit dem Krankenhaus vernetzen und von unterwegs Vitalparameter des Patienten senden. So können die Mediziner von der Klinik aus das Rettungsteam unterstützen und frühzeitig die Notaufnahme vorbereiten. Laut Hersteller CSC ist die Lösung bislang europaweit einzigartig.

„Im Noteinsatz werden die Daten über das Mobilfunknetz vom Rettungswagen zur Rettungsstelle im Krankenhaus bis in die kardiologische Abteilung übertragen“, sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. „Anschließend sind die Patientendaten im EPJ-System der Klinik zugänglich. Dadurch ist eine schnellere Diagnostik und in der Folge eine raschere und effektivere Behandlung möglich.“

In Dänemark bereits bewährt

Im benachbarten Dänemark hat sich die IT-Anbindung für Rettungswagen im Praxistest bereits bewährt und war mehr als 400.000 Mal im Einsatz.

Die rund 2,2 Millionen Einwohner Stockholms sollen künftig ebenfalls von einer verbesserten Behandlungsqualität profitieren. Die Ausrüstung soll zügig in sämtlichen Rettungswagen installiert werden. Die Kosten dafür liegen bei 10,5 Millionen Euro – einschließlich der Wartung für die nächsten acht Jahre.

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