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eGovernment zwischen Bund und Wirtschaft Schutz kritischer Informationsinfrastrukturen

| Redakteur: Manfred Klein

Die Sparkassen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik arbeiten künftig bei der Abwehr von IT-Gefahren zusammen. Beide haben dazu das deutschlandweit erste branchenspezifische Informations- und Alarmierungszentrum gegründet.

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Bundesinnenminister Schäuble: „Der Schutz kritischer IT-Infrastrukturen ist unverzichtbar geworden“
Bundesinnenminister Schäuble: „Der Schutz kritischer IT-Infrastrukturen ist unverzichtbar geworden“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Einrichtung der Schnittstelle zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe und dem BSI ist vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren in vielen Bereichen immens gestiegenen Bedeutung einer hochverfügbaren IT zu sehen. Darum hat das Bundeskabinett als Reaktion auf die qualitativ und quantitativ ansteigende IT-Bedrohungslage im Sommer 2005 den „Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen“ (NPSI) beschlossenen. Vertreter der Betreiber kritischer Informationsinfrastrukturen haben darauf aufbauend gemeinsam mit der Bundesregierung den Umsetzungsplan KRITIS erarbeitet. Ein wichtiger Schritt in diesem Plan ist der Aufbau branchenspezifischer Schnittstellen (sog. „Single Point of Contact“, SPOC) zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, um sich gegenseitig vor möglichen Gefahren zu warnen.

Am 15. Mai 2009 hat die Sparkassen-Finanzgruppe den ersten SPOC der deutschen Wirtschaft in Betrieb genommen. Dessen Aufgaben werden von dem S-CERT, dem Computer Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe, übernommen. Er legt den Grundstein für den Informationsaustausch mit dem zentralen Ansprechpartner in Krisensituationen – dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Damit wird die Kooperation zwischen der Wirtschaft und der Bundesregierung durch operative Zusammenarbeit weiter gestärkt.

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