Die BITV 2.0 Checkliste: 5 Schritte zur erfolgreichen Umsetzung

05.12.2019

Seit Mai 2019 nimmt die BITV 2.0 Behörden in die Pflicht. Wir verraten Ihnen die 5 wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Umsetzung in Ihrer Organisation.

Das Internet hat sich insbesondere für Menschen mit Behinderungen als wichtiger Schlüssel zur selbstständigen gesellschaftlichen Teilhabe etabliert. Trotz dieser Entwicklung sind viele Webangebote noch nicht gleichermaßen zugänglich und nutzbar. Im Lichte des Inklusionsgedanken muss diese gesellschaftliche Vielfalt jedoch auch im Netz abgebildet werden. Diesen Gedanken greift die neue Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz oder auch kurz: die BITV 2.0 jetzt auf.


 

BITV 2.0-Verordnung nimmt Bundesbehörden in die Pflicht  

Seit dem 21. Mai 2019 sind Bundesbehörden dazu verpflichtet, eine umfassende und grundsätzlich uneingeschränkt barrierefreie Gestaltung moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu ermöglichen und gewährleisten. Dazu sind insbesondere Informationen und Dienstleistungen öffentlicher Stellen, die elektronisch zur Verfügung gestellt werden, für Menschen mit Behinderungen zugänglich und nutzbar zu gestalten. Zur Zielerreichung legt die Verordnung zunächst minimale Anforderungen für die Nutzbarkeit von Webangeboten fest. Diese Vorgaben gilt es nun umzusetzen.  

Umsetzung ist für viele Behörden eine Herausforderung 

Währenddessen befinden sich viele Bundesbehörden auf dem spannenden Pfad zur digitalen Modernisierung der eigenen Geschäftsprozesse. Zugleich erfordert die Umstellung auf eine moderne, öffentliche Verwaltung neue Fachverfahren und maßgeschneiderte IT-Lösungen. Bei deren Implementierung müssen nun auch die verschärften Vorgaben der BITV 2.0 eingehalten werden. Die umfassende Sicherstellung von Barrierearmut und Zugänglichkeit elektronischer Angebote, stellt die Projektverantwortlichen vor neue Herausforderungen.  

In 5 Schritten zur erfolgreichen Umsetzung der BITV 2.0 

Die gute Nachricht ist: Behörden sind bei der Umsetzung nicht auf sich allein gestellt. Beispielsweise konnte die Schütze AG in diesem Jahr bereits mehrere Fachanwendungen bzw. IT-Lösungen erneuern und für ihre Kunden zugleich erfolgreich die geforderte BITV 2.0 -Konformität erreichen.   Bei der konkreten Umsetzung ist eine organisierte Struktur unerlässlich. In nur 5 essenziellen Schritten, sicherten wir die erfolgreiche Umsetzung der BITV 2.0 für unsere Kundenprojekte.

Schritt 1: Die Erstellung eines konkreten Design-Leitfadens. 
Vor Beginn der Entwicklungsleistungen sollte die Ausrichtung aller Arbeiten auf ergonomische und zugängliche Oberflächen sichergestellt werden. Hierzu bietet sich die Erstellung eines verbindlichen Design-Leitfadens an. Dieser umfasst nicht nur Farben und Schriftarten, sondern auch Vorgaben für das Verhalten der Anwendung oder die Umsetzung von Validierungen und Hinweisen. 

Schritt 2: Die Erstellung von Floorplans bzw. Interaction Patterns zur Sicherstellung eines konsistenten Layouts. 
Als Erweiterung des Design-Leitfadens bietet sich die Ausarbeitung von anwendungsspezifischen und bewährten Floorplans an. Diese lassen sich als wiederverwendbare Vorlage für eine typische Benutzeroberfläche nachnutzen und übersetzen Probleme und Lösungen in der Entwurfsphase in eine einheitliche Sprache. Im Ergebnis sorgen sie für ein konsistentes Design sowie Zeitersparnis bei der Umsetzung.  

Schritt 3: Die Umsetzung zielgruppenspezifischer und bedürfnisorientierter Themes. 
Die Anforderungen der Anwender an Schriftgrößen oder Farben und Kontraste können stark abweichen. Durch die Implementierung einer Theme-Konfiguration kann die Oberfläche individuell angepasst werden. Die Einstellungen werden im Browser lokal pro Benutzer gespeichert und stehen beim Laden bereit. 

Schritt 4: Regelmäßige entwicklungsbegleitende Tests durch zertifizierte Testpartner. 
Die zertifizierten QS-Partner für das BITV 2.0 Testat bieten auch während der Entwicklung begleitende Tests an. Die Ergebnisse dieser Tests können nicht zur Außenwirkung genutzt werden, geben aber Aufschluss über die aktuellen Schwachstellen der Anwendung. Durch eine regelmäßige Durchführung dieser Vortests kann eine erfolgreiche Begutachtung sichergestellt werden.  

5. Der Aufbau eines Komponentenkatalogs zur Sicherstellung der Nachnutzung. 
In einem Komponentenkatalog wurden nach dem Grundsatz der Nachnutzbarkeit wiederkehrende, zentrale Elemente, wie z. B. Slider, Eingabefelder oder Buttons hinterlegt. Nach dem Baukastenprinzip kann innerhalb der Anwendung auf die hinterlegten Komponenten zurückgegriffen und diese wiederverwendet werden. Zeitersparnis bei der Codierung sowie eine erhöhte Qualität durch erhöhte Testläufe der einzelnen Komponenten gehören zu den größten Vorteilen der Erstellung eines Komponentenkatalogs.  

Bereit für die Umstellung?

Sie haben Fragen zu den einzelnen Schritten oder benötigen Hilfe bei der Umsetzung der konkreten BITV 2.0-Vorgaben? Wir setzen für unsere Kunden aus der öffentlichen Verwaltung barrierearme Webangebote um. Im Rahmen dieser Expertise greifen wir insbesondere auf einen breiten Komponentenkatalog zurück. Dieser lässt sich als Individuallösung auf die projektspezifischen Bedürfnisse im Einzelnen anpassen und wird von unserem Fachteam fortlaufend optimiert. 

Mit der Schütze AG steht ihnen ein ISO-9001 und BSI-zertifizierten Partner zur Seite. Profitieren Sie von unserer langjährigen Beratungs- und Entwicklungskompetenz im Bereich elektronischer Rechnungsverarbeitung. Vereinbaren Sie noch heute telefonisch unter Tel: +49 (0)30-318 05 09-00 oder per E-Mail unter rechnungen.digitalisieren@schuetze.ag Ihren Termin für eine individuelle unentgeltliche Erstberatung. Unsere Experten freuen sich darauf, Sie bei der Umsetzung zu unterstützen! 


Schütze AG - DIGITAL∙CHANGE∙EXPERTS – wir sind ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, Potsdam und im Rhein-Main-Gebiet. Seit über 20 Jahren beraten und entwickeln wir für unsere Kunden in der öffentlichen Verwaltung und der freien Wirtschaft maßgeschneiderte IT-Projekte.