Digitaler Unterricht Schüler wünschen sich Einsatz von Smartphones

Von Eva Hornauer

Digitaler Unterricht – das scheint für viele Eltern nach fast zwei Jahren Pandemie, mit Schulschließungen, Fernunterricht und Co., fast schon ein Oxymoron zu sein. Einer neuen repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge, wünschen sich Kinder und Jugendliche aber den Einsatz von digitalen Technologien im Unterricht. In Rheinland-Pfalz stattet die Telekom 1.660 Schulen entsprechend aus.

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Um von einer Unterrichtsgestaltung mit digitalen Elementen profitieren zu können, brauche es durchdachte didaktische Konzepte, so der Bitkom
Um von einer Unterrichtsgestaltung mit digitalen Elementen profitieren zu können, brauche es durchdachte didaktische Konzepte, so der Bitkom
(© David Fuentes – stock.adobe.com)

Laut einer Umfrage des Bitkom hätten sich 40 Prozent der 920 befragten Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren für den vermehrten Einsatz von Smartphones im Unterricht ausgesprochen. „An Gymnasien wollen das 37 Prozent, an anderen Schulformen 42 Prozent“, so die Auswertung des Bitkoms.

Das Smartphone soll aber nur an bestimmten Orten und nach klaren Vorgaben genutzt werden, so sehen es zumindest 59 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen. In Klassenarbeiten solle weiterhin ein striktes Handyverbot gelten – dieser Aussage stimmten 54 Prozent zu.

Der Bitkom leitet aus diesen Zahlen einen Wunsch nach digitalem Unterricht in der Schülerschaft ab. „Der Wunsch nach digitalem Unterricht zeigt, wie wichtig entsprechende Kompetenzen in der Schulleitung und im Lehrkörper sind“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Für die momentane – Pandemie-bedingte – Situation an den Schulen hieße das unter anderem: „So wie Unternehmen ihre Teams unproblematisch mobil arbeiten lassen, so sollten Schulen zu Beginn des dritten Corona-Jahrs den Hebel jederzeit auf Home Schooling umlegen können“, so Berg.

Diese Analyse ist vielleicht richtig in der Sache – nach über zwei Jahren Pandemie sollte man mittlerweile eine gewisse digitale Grundkompetenz an den Schulen erwarten können. Jedoch scheint die Aussage Bergs den immensen pädagogischen und sozialen Beitrag der Schulen nicht ganz zu würdigen. Schulen sind in dieser Hinsicht eher schwer mit Unternehmen zu vergleichen.

Nichtsdestotrotz wird moderner Unterricht in Zukunft auch von der Einbindung digitaler Endgeräte gezeichnet sein. Um von einer Unterrichtsgestaltung mit digitalen Elementen profitieren zu können brauche es aber durchdachte didaktische Konzepte, so der Bitkom.

Rheinland-Pfalz: Rahmenvertrag mit der Telekom

In Rheinland-Pfalz sollen Schüler und Lehrer schon bald Tablets im Unterricht verwenden können. Die Telekom hat einen Rahmenvertrag über die IT-Ausstattung von 1.660 Schulen mit dem Land Rheinland-Pfalz abgeschlossen. „Für einen zeitgemäßen Unterricht benötigen Schülerinnen und Schüler die passende Ausstattung. Rheinland-Pfalz übernimmt Verantwortung und stattet die Lernenden und Lehrkräfte des Landes mit modernen Endgeräten aus“, sagt Stefanie Kreusel, Konzernbeauftragte für Digitale Bildung und Schule der Telekom.

Nicht nur in Rheinland-Pfalz gibt es Verbesserungen beim Einsatz von Tablets und Co. im Unterricht. Laut der Studie „Schule digital – der Länderindikator 2021“ der Telekom könne man – im Vergleich zum Jahr 2017 – einen deutlichen Entwicklungsschub hinsichtlich der Häufigkeit des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht in Deutschland erkennen. So sei der regelmäßige Einsatz digitaler Medien im Unterricht von 50,1 Prozent (2017) auf 73,3 Prozent (2021) gestiegen.

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