Bremen gibt Mittel für 62 eGovernment-Projekte frei

„Schub für Digitalisierung und Bürgerservice“

| Autor: Manfred Klein

Bremen investiert in eGovernment
Bremen investiert in eGovernment (Bild: © Olaf Schulz – stock.adobe.com)

40 Millionen Euro hat die Hansestadt Bremen für die den Ausbau von eGovernment und die Digitalisierung der Verwaltung im aktuellen Haushaltsjahr freigegeben. Mit der Summe sollen insgesamt 62 Projekte umgesetzt beziehungsweise gefördert werden.

Dazu erklärte Bürgermeisterin Karoline Linnert mit Blick auf die Mittelfreigabe durch den Haushalts- und Finanzausschuss für ein umfangreiches Maßnahmenpaket: „Ein großer Schub in Sachen Digitalisierung und Bürgerservice.“ Die Abgeordneten gaben damit das Go für 62 Projekte, die auf insgesamt 650 Seiten beschrieben sind. Finanziert werden sie aus den dafür im Haushalt 2018/2019 eingeplanten Verstärkungsmitteln in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro.

Karoline Linnert weiter: „Die Digitalisierung der Verwaltung ist eine Daueraufgabe. Wir fangen nicht bei null an. Bremen hat bereits in einigen Bereichen eine Vorreiterrolle übernommen – zum Beispiel beim Projekt eRechnung, das wir gemeinsam mit Handels- und Handwerkskammer entwickeln.“

Der Ausbau der digitalen Verwaltung solle den Kontakt mit Behörden auch außerhalb der Öffnungszeiten ermöglichen, einige Behördengänge überflüssig machen und die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst erleichtern. Der Ausbau der Online-Terminvergabe, die automatische Übersendung von Geburtsurkunden und elektronische Bezahlmöglichkeiten seien einige Beispiele für Bremens Aktivitäten in den nächsten zwei Jahren.

„Digitalisierung ist mehr, als möglichst viele Formulare online zur Verfügung stellen,“ betont die Bürgermeisterin und verweist auf das Projekt „eGeburt“. Junge Eltern sollen mit einer Unterschrift den Austausch vorhandener Informationen verschiedener Behörden erlauben und damit ohne Lauferei und Extra-Antragsverfahren Kinder- und Elterngeld erhalten.

„Nicht die Bürgerinnen und Bürger, sondern die Akten sollen laufen.“ Was einfach klingt ist in der Umsetzung kompliziert. Für die geplante automatische Berechnung und Auszahlung von Kinder- und Elterngeld müssen Bundesgesetze geändert werden. „Wir scheuen nicht davor zurück, dicke Bretter zu durchbohren – im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und einer effektiv arbeitenden Verwaltung.“

„Auch künftig wird es Menschen geben, die mit der Verwaltung nicht digital kommunizieren können oder möchten. Die Verwaltung wird deshalb natürlich weiter persönlich und telefonisch erreichbar sein. Wichtig ist, dass nicht nur Online-Dienstleistungen angeboten werden. „Wir nutzen die technischen Vorteile der Digitalisierung auch, um für Kunden in Bürgerämtern, in Stadtbibliotheken und über das Bürgertelefon einen guten Service bieten zu können“, so Linnert abschließend.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Mit Interesse habe ich gelesen, dass, (Zitat) «… das Projekt „eGeburt“. Junge Eltern sollen mit...  lesen
posted am 01.02.2018 um 10:46 von doron.moritz@tessaris.ch


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45110027 / Projekte & Initiativen)