Neues Intranet fördert den Wissenstransfer

Schneller Wissensaustausch zwischen den Kliniken

| Autor / Redakteur: Sven Lindenhahn / Susanne Ehneß

Gesprächstherapie ohne weiße Kittel
Gesprächstherapie ohne weiße Kittel (Foto: Vitos)

Die Vitos-Kliniken nutzen ein konzernübergreifendes Intranet. Hiermit lassen sich einzelne Bereiche miteinander vernetzen, Fachexperten leichter finden, und durch integrierte Kommentarfunktionen können sich Mitarbeiter untereinander austauschen. So findet echter Wissenstransfer statt – egal, an welchem Standort sich die einzelnen Kollegen gerade aufhalten.

Die Wurzeln der modernen medizinischen Betreuung psychisch Kranker reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Bereits 1533 gründete Landgraf Philipp in Hessen die sogenannten Hohen Hospitäler. Nachfolger sind die Vitos-Kliniken, die heute als Vorreiter gelten, wenn es um den Einsatz neuer IT-Technologien geht.

Unter dem Dach der Vitos GmbH befinden sich seit 2008 zwölf gemeinnützige Unternehmen an 60 Standorten in Hessen. Zu ihren Kernaufgaben zählt die Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen Kliniken. Insgesamt 9.000 Mitarbeiter betreuen hierbei jährlich 33.000 Patienten stationär und teilstationär sowie 170.000 Patienten ambulant.

Vor der Unternehmensgründung kamen bereits klassische Intranet-Lösungen zum Einsatz. Doch diese besaßen keinerlei Funktionen für einen konzernweiten Austausch und eine Kollaboration mit Kollegen. Dadurch wurde nicht nur die unternehmensweite Zusammenarbeit erschwert, sondern es entstand auch ein höherer Verwaltungs- und Kostenaufwand.

Neustart mit Open Source

Vitos wagte den Neubeginn und begab sich 2012 auf die Suche nach einem IT-Spezialisten, der das Intranet von Grund auf anders gestalten sollte. Angesichts der hohen Mitarbeiterzahl ist das Thema Lizenzen dabei kein unerheblicher Kostenfaktor. Aus diesem Grund war es dem Unternehmen wichtig, dass die Lösung auf einer Open-Source-Technologie basiert, durch die keine Ausgaben für Lizenzen anfallen.

Darüber hinaus sollte sie von der internen IT-Abteilung selbst administriert und weiterentwickelt werden können und auf verschiedenen Systemen mit unterschiedlichen Office-Versionen laufen.

Der Dresdner IT-Dienstleister T-Systems Multimedia Solutions GmbH (kurz T-Systems MMS) konnte Vitos schließlich mit seinem Intranet-Konzept überzeugen. Bei der Implementierung setzte T-Systems MMS auf die Open-Source-Technologie „Drupal“. Als Schnittstelle zwischen Web-Content-Management und Collaboration-Funktionalität bildet das Framework Drupal die Basis für eine umfassende Social-Intranet-Lösung. Dabei werden Elemente des klassischen Intranets mit Enterprise-2.0-Funktionen wie Blogs, Gruppen- und Projekträumen, Kommentarfunktionen, Netzwerken, Profile sowie Lesezeichen verknüpft.

Eine besondere Herausforderung bei der Einführung des Intranets war die Tatsache, dass 60 Prozent der Vitos-Mitarbeiter über keine eigene firmeninterne eMail-Adresse verfügen. Ein Login zum Intranet konnte ihnen letztlich über die Personalnummer, die im konzernübergreifenden HR-System enthalten war, ermöglicht werden.

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