Ausgezeichnete Lösung

Schleswig-Holstein und Hamburg gehen gemeinsame Wege

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Verringerte Kosten – gesteigerter Service

One-Stop-Government heißt das Zauberwort dafür. Der Antragsteller, egal ob Bürger oder Unternehmen, soll nur noch eine Verwaltungsstelle aufsuchen müssen, um so viele Verfahren wie möglich abwickeln zu können. Das „Aufsuchen“ der Behörde kann dabei auch virtuell, also über das Internet erfolgen.

Wenn die notwendigen Daten einmal eingegeben sind, wird damit ein Vorgang angeschoben, der für den Antragsteller unsichtbar ist. Denn ihn interessieren ja letztlich nur das Resultat sowie die Ersparnis von Aufwand und Zeit. Während sich der Antragsteller mit anderen Dingen beschäftigen kann, werden automatisch Anträge generiert und an die dafür zuständigen Stellen weitergeleitet beziehungsweise auf einer gemeinsamen Bearbeitungsplattform der beteiligten Verwaltungen die notwendigen Schritte zur Bearbeitung angestoßen.

Praxisbeispiel

Um beim Beispiel des neu Hinzugezogenen zu bleiben: Von der Infrastruktur-Plattform aus geht ein Signal an das Einwohnermeldeamt (Anmeldung Erstwohnsitz), an das Steueramt (Anmeldung Hundesteuer), an das Gewerbeamt (Anmeldung Gewerbetrieb).

Was bisher meist in Papierform erledigt wurde, geschieht nun digital. Bei dieser besonderen Plattform erfolgt nun zusätzlich auch eine Meldung an die Gemeindeverwaltung, in der sein Ferienhaus steht (Anmeldung Zweitwohnsitz).

In den drei Orten, an denen der Antragsteller sein neues Unternehmen betreiben will, gehen bei zahlreichen Institutionen – von der Industrie- und Handelskammer über die Gewerbeämter bis zum Finanzamt – ebenfalls Meldungen ein (neuer Gewerbetreibender, Zuweisung Steuernummer etc.). Die Bezahlung der nötigen Gebühren ist übrigens ebenfalls Bestandteil des Verfahrens. Natürlich sind Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet.

Alle beteiligten Verwaltungen bearbeiten die automatisch generierten Anträge in ihrer örtlichen und fachlichen Zuständigkeit und geben anschließend eine Rückmeldung an die gemeinsame Plattform. Im besten Fall erhält der Antragsteller dann alle nötigen Dokumente aus einer Hand.

Wenn er sich später entschließt, seine Lebensgefährtin heiraten zu wollen, ein weiteres Unternehmen zu gründen oder seinen Wohnsitz zu verlegen, braucht er sich nur noch unter seiner bestehenden Zugangskennung anzumelden, um erneut und ebenso unkompliziert auch diese Verfahren anzustoßen.

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