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Schleswig-Holstein und Hamburg gehen gemeinsame Wege

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EU-Dienstleistungsrichtlinie als Initialzündung

Damit sollte Schluss sein, als am 28. Dezember 2009 die Dienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union in Kraft getreten ist. Denn dann sollten alle nötigen Verwaltungsdienstleistungen online abgebildet sein und auch via Internet in Anspruch genommen werden können. Der Einheitliche Ansprechpartner soll die einzige Anlaufsteller für Dienstleister sein und sich um die weiteren Verfahrensfragen bei An-, Um- und Abmeldung sowie Erweiterung von Betrieb oder Angebot kümmern.

Bei der Konzeption für die Einrichtung des Einheitlichen Ansprechpartners fragte man sich in Schleswig-Holstein und Hamburg: Wieso soll das eigentlich nur für Dienstleister gelten? Warum sollen nicht Bürger einen ähnlichen Service in Anspruch nehmen können? Für ein solches Vorhaben, das Behörden unterschiedlicher Verwaltungsebenen miteinander verbindet, gab es bisher keine eGovernment-Infrastruktur. Die beiden Länder analysierten, was dafür nötig wäre, überarbeiteten bestehende Ansätze und Konzepte und entwickelten so die „eGovernment Infrastruktur 2.0“.

Sie soll Bürgern und Verwaltungen gleichermaßen das Leben erleichtern sowie Aufwand und Kosten senken. Das Publikum des neunten eGovernment-Wettbewerbs, den die Management- und Technologieberatung BearingPoint und der Technologieanbieter Cisco ausgerichtet haben, war von der Idee begeistert. Dieses Projekt zähle „zu den Vorreitern der Verwaltungsmodernisierung in Deutschland und zu den Impulsgebern im eGovernment“ lautete das einhellige Urteil. Dafür gab es den Publikumspreis für die „beste eGovernment-Lösung für die Bürger“.

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